Kratzer im Laminat nerven sofort — vor allem, wenn Gäste kommen oder Du gerade neu renoviert hast. Viele greifen zum teuren Reparaturset, doch ich habe oft gesehen, wie Handwerker zuerst zur Zahnpasta greifen. Warum? Weil es schnell, günstig und in vielen Fällen überraschend effektiv ist.
Lesen lohnt sich jetzt: Ich erkläre, wann das funktioniert, wie Du es sicher ausprobierst und wann Du besser in den Obi oder Hornbach fährst.
Warum Handwerker Zahnpasta als Erstprobe wählen
In meiner Praxis als Heimwerker habe ich gelernt: Handwerker nehmen erst einfache, reversible Lösungen, bevor sie scharf nachbessern. Zahnpasta ist so eine Lösung.
So wirkt Zahnpasta auf winzige Kratzer
Zahnpasta enthält feine Schleifpartikel und leicht aufhellende Substanzen. Bei feinen, oberflächlichen Kratzern kann das Material die Kanten glätten und das Licht anders streuen — der Kratzer wirkt weniger sichtbar.
- Günstig und sofort verfügbar: Jeder Haushalt in Deutschland hat meist eine Tube, und dm oder Rossmann füllen nach.
- Milde Schleifwirkung: Nicht so aggressiv wie Sandpapier, deshalb für feine Kratzer geeignet.
- Temporäre Reparatur: Viele Handwerker nutzen es als ersten Test, bevor sie teurere Methoden wählen.

Aber es gibt Grenzen — wann Zahnpasta nicht hilft
By the way: Zahnpasta ist kein Wundermittel. Es ersetzt keine echte Reparatur bei tieferen Schäden.
- Nicht für tiefe Kratzer oder Ausrisse: Wenn die Trägerschicht (Dielen-Kern) sichtbar ist, hilft Polieren nichts.
- Kein Ersatz für abgenutzte Versiegelung oder abgeplatzte Dekorschicht.
- Finger weg von farbigen Gel-Zahnpasten oder stark abrasiven Whitening-Formeln — sie können mehr Schaden anrichten.
Mein schneller Lifehack: So probierst Du Zahnpasta richtig (Schritt-für-Schritt)
Ich habe das an mehreren Stellen getestet — so gehst Du am sichersten vor:
- 1) Wähle eine einfache weiße Zahnpasta (keine Gel-, Farb- oder Whitening-Variante).
- 2) Teste zuerst an einer unauffälligen Stelle oder Lagerkante, falls vorhanden.
- 3) Gib eine erbsengroße Menge auf ein weiches, fusselfreies Tuch (Mikrofasertuch aus dm oder Rossmann).
- 4) Reibe mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen für 20–60 Sekunden.
- 5) Wische Rückstände mit einem feuchten Tuch ab und trockne sofort mit einem sauberen Lappen.
- 6) Beurteile bei Tageslicht — wenn es besser aussieht, kannst Du noch sanft nachpolieren.
Wenn es nur minimal hilft, aber der Look verbessert ist, kannst Du anschließend einen Möbelpflegestift oder farbigen Reparaturwachs nutzen, den es günstig bei Bauhaus, Hornbach oder Obi gibt.
Praktische Tipps aus der Werkstatt
- Bei sichtbaren Lichtreflexen hilft oft schon ein kurzes Polieren.
- Für breite Schrammen: Mit einem Möbel-Marker (Möbelstift) in passenden Laminat-Farben kaschieren.
- Wenn die Oberfläche matt wird: Ein Tropfen Möbelpolitur bringt Glanz zurück — aber sparsam arbeiten.
Alternativen, die Du in deutschen Baumärkten findest
Manchmal ist Zahnpasta nur der Anfang. In Bauhäusern und bei Discountern siehst Du:

- Laminat-Reparatursets (Wachs, Stifte, Spachtel)
- Möbelstifte in vielen Holzfarben (günstig bei Obi, Hornbach, oder Ikea)
- Feines Schleifpapier und farbige Wachssticks für tiefere Kratzer
In meiner Erfahrung: Für eine schnelle, günstige Kosmetik ist Zahnpasta top. Für dauerhafte Reparaturen lohnt sich ein 10–30 €-Set aus dem Baumarkt — das Ergebnis ist nachhaltiger.
Und wenn gar nichts hilft?
Wenn Kratzer zu tief sind oder mehrere Stellen betroffen sind, ist oft der Fachmann gefragt. Bei hochwertigen Laminatböden oder wenn die Garantie greift, lohnt sich die Beratung durch den Händler oder einen Bodenleger.
But there’s a nuance: Manchmal reicht schon ein kurzer DIY-Versuch, um den Stress zu reduzieren — und das ist oft schon die halbe Miete.
Fazit: Probier Zahncreme als ersten, reversiblen Versuch — aber weiß, wann Du auf Profi-Material umsteigen musst.
Hast Du die Zahnpasta-Methode schon ausprobiert? Was hat bei Dir am besten funktioniert — einfache Tube oder doch ein Reparaturset aus dem Baumarkt?









