Kennst du das: plötzlich staut sich das Wasser, und am Ende zahlst du den Klempner — oft mehrere hundert Euro. Ich bemerkte in meiner Praxis, wie immer die gleichen Ursachen wieder auftauchen. Wenn du diese fünf Fehler jetzt stoppst, sparst du Zeit, Ärger und Geld.
Warum es plötzlich dicht ist
Rohrverstopfungen passieren nicht über Nacht, sie wachsen Schicht für Schicht. Fett verkrustet wie getrockneter Mörtel, Haare bilden ein Netz, und Kaffeesatz klumpt wie nasser Lehm.
Viele übersehen, dass kleine Dinge im Abfluss langfristig zu großen Problemen werden — besonders in deutschen Altbau-Rohren oder bei kälteren Temperaturen, wenn Fett schneller starr wird.
Die fünf No‑Go‑Sachen
1. Fett, Öl und Bratreste
Fett sieht flüssig aus, sobald es warm ist — aber im Rohr härtet es aus und klebt alles fest. In meinen Fällen war das der häufigste Schuldige.

- Warum schlimm: Verstopft zuerst Siphon, dann tiefer liegende Rohre.
- Was passiert in Deutschland: Im Winter verfestigt sich Fett noch schneller — du merkst es oft erst, wenn das Wasser langsam abläuft.
2. Kaffeesatz und Teereste
Kaffeesatz wirkt harmlos, aber er sammelt sich und bildet einen dichten Pfropf. Ich habe mehrere Fälle gesehen, wo die Küche ohne Eingreifen monatelang schlecht ablief.
- Warum schlimm: Klumpt, zieht Fett an und bindet Gerüche.
- Lokaler Tipp: Kaffeesatz gehört in die Biotonne oder auf den Kompost im Garten — nicht in den Ausguss.
3. Reis, Nudeln, Kartoffelstärke
Stärke quillt auf und wird zu einer klebrigen Masse. Es ist wie Kleber für andere Reste — die perfekte Grundlage für eine Verstopfung.
- Warum schlimm: Quillt im Abfluss, verbindet sich mit Fett und gerade bei älteren Rohren entsteht schnell eine Blockade.
- Tipp: Reste in den Bioabfall oder Restmüll, nicht in den Abfluss.
4. Feuchttücher, Wattestäbchen & Hygieneartikel
„Spülbar“ heißt nicht „abflussfreundlich“. Feuchttücher reißen nicht wie Toilettenpapier und sammeln sich in der Rohrbiegung.
- Warum schlimm: Bilden feste Blockaden, in Kombination mit Fett praktisch unschlagbar.
- Entsorgung: Ab in die Restmülltonne — viele Kommunen in Deutschland weisen darauf ausdrücklich hin.
5. Haare
Haare verheddern sich, bilden Matten und fangen Fett und Seifenreste. In vielen Haushalten ist das die stille Ursache für wiederkehrende Probleme.
- Warum schlimm: Bilden Netze, die den Wasserfluss radikal reduzieren.
- Vorbeugung: Duschen und Waschbecken mit Sieb schützen — einfache, aber effektive Maßnahme.
Praktische Life‑Hack: So verhinderst du Verstopfungen (Schritt für Schritt)
Das Beste: Du brauchst keine teuren Geräte. Ich zeige dir zwei einfache Routinen, die in deutschen Küchen und Bädern zuverlässig funktionieren.
Fett richtig entsorgen
- 1) Pfanne kurz abkühlen lassen — nicht vollständig kalt.
- 2) Mit einem Küchenpapier grob auswischen.
- 3) Restliches Fett in ein hitzebeständiges Glas oder eine alte Dose gießen.
- 4) Glas verschließen und in den Restmüll geben (bei kleinen Mengen) oder im Gefrierschrank sammeln und entsorgen.
Übrigens: Viele Leute kippen Fett in leere Joghurtbecher und sammeln diese. Funktioniert gut, kostet nichts.

Haare aus der Dusche entfernen — schnelle Soforthilfe
- 1) Handschuhe anziehen und Stöpsel entfernen.
- 2) Mit einem gebogenen Drahtbügel oder einer speziellen Hakenzange die Haare herausziehen.
- 3) Falls das nicht hilft: Siphon mit Eimer darunter lösen (bei PVC einfach aufdrehen) und mechanisch reinigen.
- 4) Zusammenbauen, kaltes Wasser laufen lassen — fertig.
Ein kleiner Draht und etwas Mut sparen dir den teuren Rohrreinigungsservice.
Was du vermeiden solltest (und warum Rohrreiniger oft Probleme verschlimmern)
Chemische Rohrreiniger wirken brutal — sie können Plastikrohre angreifen und riechen scharf. In meiner Erfahrung verätzen sie manchmal nur die Oberfläche des Problems und machen das Entfernen später gefährlicher.
- Alternative: Mechanische Spirale vom Baumarkt (OBI, Bauhaus, Hornbach) oder ein enzymatischer Reiniger.
- Bei hartnäckigen Fällen: Anruf beim Klempner ist billiger als mehrere Versuche mit ätzenden Mitteln.
Kurze Checkliste für jeden Haushalt
- Spülsiebe in Waschbecken und Dusche installieren.
- Kaffeesatz in Biotonne/Kompost, nicht in den Abfluss.
- Fett in Töpfen sammeln, nicht in Spüle kippen.
- Feuchttücher in den Restmüll werfen.
- Regelmäßig Siphon kontrollieren (alle 3–6 Monate).
Ein kleiner Aufwand zuhause verhindert große Rechnungen vom Handwerker. Denk dran: In Deutschland sind die Rohre oft älter, und hier zahlt sich Vorbeugung wirklich aus.
Und jetzt du: Welche Abfluss-Sünde hast du zuletzt entdeckt — war es Kaffeesatz, Fett oder etwas ganz anderes? Schreib’s in die Kommentare, ich bin gespannt auf eure schlimmsten Geschichten.









