Du wachst morgens müde und deine Matratze riecht nach abgestandener Luft? Viele versuchen teure Reiniger — dabei reicht oft ein Haushaltstrick für unter 2 €. Ich habe es selbst getestet: 30 Minuten Backpulver verändern mehr als man denkt. Lies weiter, weil du das sofort ausprobieren kannst, bevor du das nächste Mal lüftest oder einen Matratzenreiniger kaufst.
Warum eigentlich Backpulver auf der Matratze?
Ich habe in meiner Praxis schon Matratzen gesehen, die nach Jahren wie ein altes Stofftier stinken. Backpulver (Natron/Sodium bicarbonate) ist in deutschen Haushalten günstig und überall erhältlich — von DM über Rossmann bis Aldi oder Lidl. Es ist kein Wundermittel, aber es macht zwei Dinge sehr gut: es bindet Gerüche und zieht Feuchtigkeit.
Was nach 30 Minuten konkret passiert
30 Minuten sind keine Ewigkeit — und genau deswegen ist der Trick so praktisch. Hier sind die Effekte, die ich beobachtet habe:
- Geruchsneutralisation: Backpulver reagiert mit säurehaltigen Molekülen, daher riecht die Matratze deutlich frischer.
- Feuchtigkeitsaufnahme: Schweiß und kleine Feuchtigkeitsreste werden gebunden; das fühlt sich trockener an.
- Staub und Partikel lockern sich: Das Pulver sorgt dafür, dass sich eingesenkte Partikel leichter lösen.
- Optische Aufhellung: Leichte Verfärbungen werden minimal aufgehellt — kein Weißbleich, aber sichtbar.
- Das Staubmilben-Mikroumfeld verändert sich: Backpulver erhöht lokal den pH-Wert — kein Allheilmittel, aber ein ungünstigeres Klima für Milben.
So mache ich es — Schritt für Schritt (praktischer Life‑Hack)
In deutschen Wohnungen ist Platz oft knapp, deshalb ist das die Methode, die ich immer empfehle: schnell, günstig, effektiv.

- Sachen bereitstellen: Backpulver (normales Haushaltspulver), Teesieb oder Streuer, Staubsauger mit Polster‑Düse, optional ätherisches Öl.
- Matratze vorbereiten: Bezug abnehmen, Bettwäsche waschen (bei 60 °C für Allergiker sinnvoll).
- Streuen: 100–200 g pro m² gleichmäßig verteilen — ein Sieb hilft. Für Kaltschaummatratzen weniger nehmen.
- Kurz einmassieren: Mit einer weichen Bürste oder der Hand die Körner leicht einarbeiten.
- Warten: 30 Minuten. In dieser Zeit saugt das Pulver Feuchte und Geruchspartikel an.
- Absaugen: Gründlich mit der Polsterdüse absaugen. Du wirst erstaunt sein, wie viel zurückkommt.
Tipp aus der Praxis: Wenn du ein paar Tropfen Lavendelöl auf das Pulver gibst, riecht die Matratze danach angenehm — aber bei Latex vermeiden, weil Öle das Material angreifen können.
Für welche Matratzen diese Methode passt
- Kaltschaum (PUR): Vorsichtig dosieren, nicht einweichen. Kurz und gründlich saugen.
- Federkern (Taschenfederkern): Sehr geeignet — Pulver dringt gut ein und lässt sich später absaugen.
- Latex: Öle vermeiden; Backpulver ok, aber nicht zu aggressiv reiben.
- Topper & Matratzenbezüge: Bezüge vorher waschen; Topper je nach Herstellerangaben behandeln.
Was Backpulver nicht kann — eine ehrliche Warnung
Ich will keine falschen Hoffnungen wecken. Backpulver ist kein Desinfektionsmittel und entfernt keine tiefen Schimmelsporen.
- Bei Schimmel: Nicht nur bestäuben — professionelle Reinigung oder Austausch notwendig.
- Bei großen Flecken: Vorbehandeln mit geeigneten Reinigern oder Profi‑Service in Anspruch nehmen.
- Bei Allergien: Backpulver kann helfen, aber wer stark auf Milben reagiert, sollte zusätzlich Matratzenbezüge nutzen und öfter bei 60 °C waschen.
Lokale Details: Warum das in Deutschland Sinn macht
In deutschen Haushalten schläft man oft mit geschlossenem Fenster im Winter wegen Heizungsluft — dadurch sammeln sich Feuchte und Gerüche. Backpulver kostet in Drogeriemärkten meist unter 2 € pro Packung und ist günstiger als ein spezielles Spray.

By the way: Auf sonnigen Balkonen (wenn das Material es erlaubt) lässt sich die Matte nach dem Backpulver‑Ritual kurz sonnen — UV hilft gegen Keime. Aber Vorsicht bei Kaltschaum: zu lange Sonnenexposition kann das Material spröde machen.
Meine Routine — so mache ich es quartalsweise
- Alle 3 Monate: Backpulver‑Behandlung wie oben.
- Monatlich: Bezug bei 60 °C waschen (bei Allergikern) oder bei 40 °C sonst.
- Täglich: Kurz lüften, Bettdecke zurückschlagen und Matratze 10 Minuten atmen lassen.
Ich war überrascht, wie oft Leute diesen simplen Trick übersehen. Nach meiner ersten Anwendung fühlte sich die Matratze sofort frischer an — fast wie eine kleine Renovierung.
Fazit
Backpulver wirkt in 30 Minuten: Es neutralisiert Gerüche, bindet Feuchtigkeit und macht das Absaugen effektiver. Für den kleinen Geldbeutel in Deutschland ist es eine clevere Erste‑Hilfe‑Maßnahme, kein Ersatz für Profi‑Reinigung bei Schimmel oder hartnäckigen Flecken.
Hast du Backpulver schon mal ausprobiert — oder hast du einen anderen Haushalts‑Hack, der bei Matratzen hilft? Teile deine Erfahrung in den Kommentaren!









