Klempner warnen: Niemals dieses Öl in den Abfluss gießen

Dein Abfluss läuft langsamer? Oft ist das erste Anzeichen für ein größeres Problem. Ich habe gesehen, wie ein halber Liter Bratfett eine ganze Küchenleitung blockierte — und eine Familie fast 500 Euro an Rohrreparatur zahlen musste.

Jetzt ist die Zeit, das zu verhindern: Egal ob du Pommes in der Pfanne machst oder für die ganze Familie brätst — ein einziger Fehler kann Wochenendpläne und Geldbeutel ruinieren. Lies weiter, ich erkläre dir, was wirklich passiert und wie du es sofort retten kannst.

Welches Öl meinst du genau?

Viele übersehen: Nicht nur flüssiges Speiseöl (Raps-, Sonnenblumen-, Olivenöl) ist gefährlich. Auch Butter, Schmalz, Salatdressings und Motoröl gehören nicht in den Abfluss.

  • Speiseöl & Bratfette: bilden im Rohr feste Ablagerungen.
  • Salatsoßen & Mayonnaise: enthalten Fett und Bindemittel, die kleben bleiben.
  • Motoröl & Altöl: hochgiftig — gehört zu Sondermüll.

Warum das so schlimm ist

Ich habe bemerkt, dass viele denken: „Ein bisschen Öl, kein Problem.“ Das ist ein Trugschluss. Fett verhält sich wie ein unsichtbarer Kloß, der sich mit Essensresten verbindet und im Laufe der Zeit hart wird.

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Was im Rohr passiert

  • Fette kühlen ab und verfestigen sich an Rohrwänden.
  • Staub, Haare und Essensreste sammeln sich — es entsteht ein „Fettberg“.
  • Rohrdurchmesser verkleinert sich, Geruch und Rückstau folgen.

In Großstädten entstehen regelmäßig massive Fettansammlungen in Kanälen — und die Reinigung kostet Kommunen viel Geld.

7 konkrete Folgen, wenn du Öl in den Abfluss kippst

  • Langsame oder verstopfte Abflüsse
  • unangenehme Gerüche in Küche und Bad
  • Höhere Wasserrechnungen durch ineffiziente Leitungen
  • Teure Klempnerrechnungen (oft mehrere hundert Euro)
  • Umweltbelastung, wenn Fette in die Kanalisation gelangen
  • Bei Motoröl: schwere Umweltstrafen und Gesundheitsgefahr
  • Probleme in der kommunalen Abwasserbehandlung

Sofortmaßnahmen — was tun, wenn’s schon passiert ist

Keine Panik. Ich habe in meiner Recherche Handgriffe gesammelt, die oft helfen, bevor der Klempner kommen muss.

  • Stoppe das Nachlaufen: Vermeide weiteres heißes Wasser in den Abfluss.
  • Abkühlen lassen: Wenn das Öl noch heiß ist, lass es erst fest werden.
  • Mechanisch entfernen: Mit Löffel oder Papierhandtuch so viel wie möglich herausnehmen und in den Restmüll.
  • Heißes Wasser + Spülmittel: Gib heißes Wasser und reichlich Spülmittel in den Abfluss — das emulgiert frische Reste.
  • Plunger oder Rohrreinigungsspirale: Bei teilweiser Verstopfung kann das oft helfen.
  • Enzymatische Reiniger: Bio-Drain-Reiniger sind schonender für Rohre als ätzende Chemie.
  • Bei Motoröl oder größeren Mengen: Sofort die Gemeinde bzw. Wertstoffhof kontaktieren.

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Keine ätzenden Rohrreiniger: Die können Rohre und Dichtungen zerstören.
  • Kein weiteres heißes Wasser sechs Monate lang denken, es löst alles — Fett wandert weiter ins System.
  • Motoröl niemals in die Kanalisation kippen — das ist Sondermüll.

Richtig entsorgen in Deutschland — so geht’s step-by-step

Ich habe mit städtischen Entsorgern gesprochen: Die beste Methode ist simpel und kostet nichts.

  1. Abkühlen lassen: Öl oder Fett in der Pfanne fest werden lassen.
  2. Absieben: Grobe Reste mit Küchenpapier oder Sieb entfernen.
  3. In Flasche füllen: Altöl (speiseöl) in eine dichte PET-Flasche oder Glasbehälter geben.
  4. Zum Wertstoffhof bringen: Viele Kommunen nehmen Speiseöl oder weisen Sammelstellen auf. Motoröl gehört ebenfalls dorthin oder zur Werkstatt.
  5. Alternative: Einige Bioenergiefirmen oder Tankstellen nehmen größere Mengen (informiere dich bei deiner Kommune).

Sammle das Öl — das ist oft die einfachste und billigste Lösung.

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Praktischer Lifehack: So sparst du dir Folgeprobleme

Mein bewährter Trick aus mehreren Küchen: Nicht gießen, sondern sammeln. Funktioniert so:

  • Nach dem Braten: Pfanne mit Küchenpapier auswischen.
  • Öl in ein Marmeladenglas oder PET-Flasche gießen (durch ein Sieb, wenn ständig Reste drin sind).
  • Beschriften und im Kühlschrank lagern — so bleibt es länger nutzbar oder leichter entsorgbar.
  • Bei kleines Mengen: Küchenpapier mit Fett in der Restmüll-Tonne entsorgen, nicht in die Biotonne.

Bonus: Du kannst gebrauchtes Bratöl gefiltert erneut verwenden oder als Rohstoff für Biodiesel abgeben — einige Höfe und Anbieter in Deutschland nehmen es an.

Vorbeugen: Kleine Gewohnheiten, großer Effekt

  • Sieb im Abfluss nutzen — fängt Feststoffe ab.
  • Nie Reste mit heißem Wasser „weggespült“ — das verlagert das Problem nur.
  • Kleine Fettauffangdose neben Herd — direkt rein damit.
  • Bei Ölwechsel am Auto: Altöl zur Werkstatt oder zum Wertstoffhof bringen.

Ich habe viele Klempner begleitet — ihr Rat ist eindeutig: Öl gehört niemals in den Abfluss. Nicht heute, nicht morgen, nicht irgendwann.

Zum Schluss: Hast du schon mal aus Versehen Öl in den Abfluss gekippt? Wie hast du es wieder losbekommen — Klempner, Hausmittel oder teure Überraschung? Schreib’s in die Kommentare.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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