Klempner warnen: Niemals dieses Öl ins Abwasser gießen

Dein Abfluss riecht muffig, das Wasser staut sich und du überlegst: „Kann ich das Bratöl einfach runterspülen?“ Stop — tu das nicht. Ich habe mit Klempnern gesprochen und in meiner Praxis viele Hausbesitzer gesehen, die den gleichen Fehler begingen.

Jetzt sofort das zu lesen, kann dir Hunderte Euro und einen verstopften Winter sparen. Besonders in Deutschland, wo Fett bei Kälte schnell aushärtet, ist schnelles Handeln wichtig.

Warum Öl im Abfluss so gefährlich ist

Wenn du Öl in den Abfluss gießt, passiert es nicht wie Wasser: Es bleibt nicht einfach flüssig und verschwindet. Fett verhärtet in den Rohren, verbindet sich mit anderen Rückständen und bildet einen festen Pfropfen — wie Zement in einem dünnen Rohr.

  • Bei niedrigen Temperaturen (ja, auch in deiner kalten Küche im Januar) wird Fett starr.
  • Fette verbinden sich mit Haaren, Seifenresten und Essensresten und werden unlösbar.
  • Langfristig kann das komplette Abwassersystem verstopfen — nicht nur dein Siphon.

Das passiert in der Kanalisation

Viele unterschätzen, dass das Problem über die Wohnung hinausgeht. Fett kann kilometerweit transportiert werden und in der Kanalisation riesige Klumpen bilden — in Großstädten wie Berlin oder München gibt das regelmäßig teure Einsätze.

Die Rechnung für das Aufbrechen eines Abflusses oder den Einsatz eines Kanalreinigers liegt schnell bei mehreren hundert Euro. In der Gemeinde- oder Mietersituation entstehen zusätzliche Kosten für alle.

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Welche Öle sind gefährlich — und welche Lösung ist sicher?

Nicht nur Bratfett ist böse. Hier die Liste, die du dir merken musst:

  • Tierische Fette (Bratfett, ausgelassener Speck) — sehr problematisch.
  • Pflanzenöle (Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl) — auch riskant, vor allem in großen Mengen.
  • Motoröl oder Maschinenöl — gefährlicher Sondermüll, niemals Hausmüll.

Richtig entsorgen — praktische Schritte

Viele denken, kleine Mengen stören nicht. Ich habe gelernt: Kleinvieh macht auch Mist. Hier ist eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung, die ich selber teste:

  • Sammeln: Gieße abgekühltes Öl in eine ausgediente Glasflasche oder ein Schraubglas. Kein Papier, das aufweicht.
  • Verschließen: Deckel drauf, beschriften (z. B. „Bratöl“).
  • Entsorgen:
    • Kleine Mengen: In vielen Kommunen darf das verschlossene Glas in den Restmüll (Restmüll/Restabfall). Schau auf die Website deiner Stadt — z. B. „Wertstoffhof“ oder „Abfallwirtschaft“ in deiner Gemeinde.
    • Größere Mengen oder Motoröl: Zum Wertstoffhof oder zur Schadstoffannahmestelle bringen. Tankstellen oder Werkstätten nehmen oft Altöl zurück (fragen kostet nichts).

Life-hack: So sammelst du Öl sauber und sparst Stress

Viele von uns kochen zu Hause und haben regelmäßig Ölreste. Probiere diesen einfachen Trick, den ich in mehreren deutschen Haushalten gesehen habe:

  • Stelle eine leere, saubere PET-Flasche neben die Spüle.
  • Nach dem Braten das Öl abkühlen lassen, mit einem Trichter in die Flasche füllen.
  • Wenn die Flasche voll ist, verschließen und zur nächsten Wertstoffannahme bringen.

Das wirkt banal, funktioniert aber — und erspart stinkende Mullsäcke und Rohrschäden. In vielen Städten gibt es außerdem spezielle Sammelstellen für Speiseöle, die zu Biodiesel verarbeitet werden. Für ein Glas mit 500 ml bekommst du kein Geld, aber du tust der Umwelt und deinem Geldbeutel einen Gefallen.

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Was du bei bereits verstopften Rohren tun kannst

Keine Panik, bevor du aggressive Chemie benutzt: Viele Rohrreiniger schaden den Rohren und der Umwelt.

  • Erst versuchen: heißes Wasser + Spülmittel (1 Liter heißes Wasser, keinen kochenden Kessel direkt in Kunststoffrohre!).
  • Mechanisch: Saugglocke (Pümpel) oder Spirale verwenden.
  • Wenn das nichts bringt: Klempner rufen. In Deutschland kostet ein Notdienst vormittags meist ab ~80–120 EUR; am Wochenende/abends deutlich mehr.

Kurze Checkliste — tu das sofort

  • Gieße niemals Öl in Spüle oder Toilette.
  • Sammle Ölflaschen, bring sie zum Wertstoffhof oder in die Restmülltonne (kommunal prüfen).
  • Motoröl immer zur Sammelstelle oder Werkstatt.
  • Bei Geruch/Verstopfung zuerst heißes Wasser + Spülmittel probieren, dann Mechanik, dann Profi.

By the way: In meiner Nachbarschaft hat ein falsch entsorgter Fettklumpen letztes Jahr die Straße überschwemmt — kein Witz. Die Folge waren Sperrungen und ein großer Einsatz der Stadtwerke.

Fazit

Du denkst, ein Löffel Öl hier und da ist harmlos? Das ist es nicht. Einmal runtergespült — und die Reparatur kann teuer werden. Sammle und entsorge Öl richtig, nutze lokale Wertstoffhöfe und frag im Zweifel bei deiner Stadt nach.

Hast du schon Erfahrung mit verstopften Rohren oder einer ungewöhnlichen Entsorgungsmethode in deiner Stadt? Schreib’s in die Kommentare — ich bin neugierig, was ihr in Berlin, Hamburg oder München macht.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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