Du öffnest eine Mehltüte für die Weihnachtsplätzchen und findest winzige Krabbeltiere — kennt jeder Alptraum der Vorratskammer. Sofort handeln lohnt sich: verfaulte Vorräte kosten Zeit und Geld, und die nächste Backrunde ist ruiniert. Lies weiter, wenn du jetzt schnell, günstig und ohne Chemie gegen Motten & Co. vorgehen willst.
Warum ein Lorbeerblatt wirkt (und warum viele es unterschätzen)
Ich habe es selbst ausprobiert: Ein paar getrocknete Lorbeerblätter in Dose oder Glas und die Motten verschwanden nicht über Nacht — aber die Eier entwickelten sich deutlich schlechter weiter. Lorbeer enthält ätherische Öle wie 1,8-Cineol und Eugenol, die für Insekten unangenehm riechen.
Wichtig: Ein Lorbeerblatt ist kein Allheilmittel gegen Ungeziefer — aber es ist ein einfacher, natürlicher Zusatz, der die Effektivität anderer Maßnahmen erhöht.
Das passiert in der Vorratskammer
- Vorratsmotten legen Eier in Mehl, Nüssen und Trockenfrüchten.
- Warme, feuchte Ecken in Küche oder Keller (bei uns in Deutschland oft der ungedämmte Hauswirtschaftsraum) fördern Befall.
- Offene Packungen und lose Plastiktüten sind wie Einladungsschilder für Schädlinge.
Konkrete, getestete Schritte: So nutzt du Lorbeer richtig
In meiner Küche hat sich diese Kombination bewährt — billig, schnell und ohne Spezialmittel.

- Schritt 1: Sofort prüfen — Ist nur eine Packung betroffen? Sofort umlagern und einfrieren (siehe Schritt 3).
- Schritt 2: Sauber machen — leere Schubladen/Silos aussaugen und mit Essigwasser auswischen.
- Schritt 3: Befall behandeln — Mehl 48 Stunden bei -18°C einfrieren oder 30 Minuten bei 60°C im Ofen erhitzen (Eier sterben so ab).
- Schritt 4: Vorrat sichern — Mehl in luftdichte Glasbehälter (z. B. Einmachglas mit Gummidichtung) umfüllen.
- Schritt 5: Lorbeer einsetzen — 2–3 getrocknete Lorbeerblätter in einen kleinen Stoffbeutel oder Teesieb legen und in den Mehlbehälter hängen.
Du findest getrocknete Lorbeerblätter beim Rewe, im türkischen Supermarkt oder bei DM für etwa 1–3 € pro Packung. Viele kaufen ganze Packungen, weil es so günstig ist.
Warum du die Blätter nicht einfach ins Mehl werfen solltest
Ein Lorbeerblatt direkt ins Mehl zu zerreißen kann Krümel und Geschmacksübertragung verursachen. Besser: in einem kleinen Beutel oder an der Innenwand befestigt, so bleibt das Mehl sauber und der Duft reicht.
Weitere Tricks, die wirklich helfen
- FIFO: Ältere Packungen zuerst verbrauchen — das spart Müll und Geld.
- Portionskauf: Große 5‑Kilogramm-Säcke sind günstig, aber riskanter; lieber 1 kg kaufen.
- Trocken lagern: In Deutschland ist der Keller oft ideal, aber nur, wenn er trocken ist — sonst lieber in der Wohnungsschrank.
- Regelmäßig kontrollieren: Einmal im Monat kurz kontrollieren, statt groß zu schrubben.
By the way: Kombiniere Lorbeer mit guten Verpackungen — das ist wie ein Sicherheitsnetz: Lorbeer sagt „geh weg“, die Dose sagt „du kommst nicht rein“.

Ein nicht offensichtlicher Life‑Hack
Wenn du mehrere Getreidearten lagerst (Reis, Zucker, Nudeln): Lege ein Lorbeerblatt pro Packung plus einen Zimtstange in die Ecken des Vorratsschrankes. Die Mischung erhöht die Abstoßwirkung und riecht angenehm — besonders praktisch, wenn Besuch kommt und du nicht erläutern willst, warum es in der Küche nach Gewürzschrank riecht.
Wann reicht Lorbeer nicht aus?
Wenn du sichtbaren, starken Befall hast (Larven, viele Motten), dann hilft nur konsequentes Ausmisten, Erhitzen/Einfrieren und Reinigen. Hier musst du rigoroser vorgehen — Lorbeer kann unterstützen, ersetzt aber keine gründliche Sanierung.
Kurz gefasst
Lorbeerblatt ist kein Wundermittel, aber eine praktische, günstige Ergänzung zur Vorratshygiene. In meiner Küche hat es die Häufigkeit von erneuten Befällen merklich reduziert — vor allem kombiniert mit luftdichten Behältern und kurzen Kontrollintervallen.
Hast du diesen Trick schon ausprobiert oder einen anderen Hausmittel‑Hack gegen Vorratsmotten? Verrate deine Erfahrung — ich bin gespannt, was bei dir wirklich funktioniert.









