Du öffnest die Speisekammer und plötzlich flattern kleine Motten – ein Albtraum, der Lebensmittel ruiniert und Zeit frisst. Jetzt lesen ist wichtig: Ein kleiner, günstiger Trick kann das Risiko senken, bevor die ganze Vorratskammer befallen ist. Ich habe das selbst ausprobiert und in meiner Recherche überraschend viel Nützliches gefunden.
Warum Lorbeerblätter oft übersehen werden
Viele kaufen teure Fallen oder Chemikalien, dabei liegt das Hausmittel direkt zwischen den Gewürzen. In Deutschland greifen wir beim Kochen oft zu Lorbeer – aber nur wenige nutzen die Blätter systematisch gegen Schädlinge.
Das Problem: Mehlmotten und Brotkäfer legen ihre Eier gern in offenen Mehl- und Nusspackungen. Ein Befall beginnt leise, zeigt sich aber schnell überall.

So wirken Lorbeerblätter gegen Ungeziefer
Kurz erklärt: Lorbeer enthält ätherische Öle (z. B. 1,8-Cineol), die viele Insekten abschrecken. Das ist kein Magieversprechen, sondern Biochemie – die Duftstoffe irritieren Geruchsrezeptoren der Motten.
Die Wissenschaft dahinter (in wenigen Worten)
- Ätherische Öle wirken abschreckend auf Larven und erwachsene Motten.
- Getrocknete Blätter geben Duft frei, der bei ruhigen Temperaturen länger hält.
- Allein sind sie kein vollständiges Insektenvernichtungsmittel, aber ein guter Schutzfaktor.
Praktische Tipps — was wirklich funktioniert
In meiner Küche hat sich eine Kombination aus einfachen Maßnahmen bewährt. Das ist kein Allheilmittel, aber deutlich besser als gar nichts:
- Lagere Mehl, Reis und Nüsse in luftdichten Gläsern (Einmachgläser oder Vakuumbehälter).
- Lege ein paar Lorbeerblätter in die Ecken der Schubladen und in offene Behälter.
- Wechsele die Blätter alle 6–8 Wochen aus, gerade in feuchten Sommermonaten.
- Bei Befall: komplette Reinigung, befallene Packungen entsorgen, neu mit Lorbeer schützen.
- In Deutschland kaufen: Rewe, Edeka oder Bio-Läden haben getrocknete Lorbeerblätter für ~1–3 €.
5-Minuten-Hack: Lorbeerbeutel für deine Vorräte
Ich zeige dir einen einfachen, sofort umsetzbaren Trick, den ich täglich nutze. Kein Spezialwerkzeug nötig.
- Schritt 1: Nimm 10–15 getrocknete Lorbeerblätter (aus dem Supermarkt oder Gewürzregal).
- Schritt 2: Zerknülle sie leicht in der Hand — das setzt den Duft frei.
- Schritt 3: Fülle die Blätter in ein kleines Stoff- oder Teebeutelchen (oder in ein Stück Mulltuch, zubinden).
- Schritt 4: Lege den Beutel in die Ecke der Speisekammer, in Regalfächer oder neben offene Mehlbehälter.
- Schritt 5: Kontrolliere alle 6–8 Wochen; bei schwüler Witterung früher wechseln.
Zusätzliche, nicht offensichtliche Hinweise
- Wenn du in einem Altbau in Berlin oder Hamburg wohnst: besonders regelmäßig prüfen, da Feuchtigkeit und Wärme Motten begünstigen.
- Kombiniere Lorbeer mit Reinigung: Staubsaugen, Regale auswischen und neue, verschlossene Behälter reduzieren Risiko enorm.
- Lorbeer ist ein Abschreckmittel, kein Insektengift — bei starkem Befall professionelle Fallen oder Kammerjäger überlegen.

Fehler, die du vermeiden solltest
Ich habe es gesehen: Leute legen ein Blatt in die Mitte eines offenen Mehlsacks und denken, das reicht. Tut es nicht.
- Fehler: Nur ein Blatt in großer Schublade → Duft verteilt sich nicht.
- Fehler: Lorbeer nie wechseln → Wirkung sinkt.
- Fehler: Auf chemische Mittel verzichten, auch wenn der Befall schon groß ist.
By the way, Lorbeerblätter sind auch Küchenhelfer: du kannst die gleichen Blätter erneut verwenden — einfach zum Kochen nutzen, wenn sie noch aromatisch sind.
Mein kurzes Fazit
In meiner Praxis hat sich gezeigt: kleine, regelmäßige Maßnahmen wirken besser als große Putzaktionen, wenn es um Vorratsschutz geht. Lorbeerblätter sind ein kostengünstiges, natürliches Element in deiner Verteidigung gegen Mehlmotten.
Hast du Lorbeerblätter schon ausprobiert — oder hast du einen anderen Haushaltstrick gegen Vorratsschädlinge? Teile deine Erfahrung unten.









