Zahlst du diesen Winter wieder 200–300 € mehr für Heizung? Ein Punkt, den viele übersehen: die kalten Luftschlitze unter Türen. Ich habe ausprobiert, ob einfache Plastikflaschen als Türstopper helfen — und war überrascht, wie viel Unterschied kleine Maßnahmen machen.
Lesen lohnt sich jetzt, weil gerade in Deutschland die Heizkosten hoch sind und kleine Tricks schnell spürbar sparen. Ich erkläre kurz physikalisch, zeige dir einen einfachen Build und warne vor Fallstricken, die viele ignorieren.
Warum das wirklich funktioniert
Plastikflaschen dichten kleine Spalten effektiv ab — und das hat nichts mit Hokuspokus zu tun, sondern mit Luftströmung und Wärmeleitung.
Warme Luft entweicht durch schmale Öffnungen unter der Tür; eine dicht sitzende Rolle stoppt den Luftstrom und reduziert Kaltluftwirbel. Ich habe das an meiner Wohnungstür getestet: Die Zugluft war sofort deutlich geringer.
Kurzphysik ohne Formeln
- Kalte Luft fließt von außen nach innen — das spürst du als Zug.
- Ein massiver, gut anliegender Stopper reduziert die Geschwindigkeit dieses Luftstroms.
- Weniger Luftaustausch heißt weniger Wärmeverlust — sichtbar bei offenen Thermometern oder spürbar an den Füßen.

Wie viel spart das wirklich?
Erwarte kein Wunder: eine Flasche ersetzt keine neue Fenster-Dämmung. Aber mehrere kleine Maßnahmen summieren sich.
- Türdichtigkeit kann Heizverluste um einige Prozent reduzieren — bei hohen Energiepreisen spürbar in Euro.
- In meiner Praxis (kleine Altbauwohnung) fühlte sich das Wohnzimmer schneller wärmer an; der Heizkörper musste weniger hochdrehen.
- In Deutschland, wo viele noch mit Gas heizen, zahlt sich jedes Prozent Einsparung schnell aus.
Was viele übersehen
Viele denken sofort an schwere, aufgeblasene Stopper — dabei reicht oft eine gefüllte PET-Flasche plus Hülle. Einfach und günstig ist oft effektiver als teuer und sperrig.
- In Supermärkten wie Aldi oder Lidl findest du 1,5–2 L PET-Flaschen günstig.
- Wenn du in einer Mietwohnung lebst, ist das reversible und unproblematisch.
- Design? Ein alter Geschirrtuchbezug macht den Stopper wohnlich — kein Ikea-Trip nötig.
Schritt-für-Schritt: So baust du den Türstopper
Materialliste
- 1–2 leere PET-Flaschen (1,5–2 L)
- Sand, Reis oder kleine Kiesel (gewichtlich, nicht Wasser)
- Klebeband oder ein stabiler Schraubverschluss
- Altes Tuch, Socke oder Stoffhülle
So geht’s
- Fülle die Flasche zu ~80% mit Sand oder Reis — ich habe Sand vom Baumarkt (Hornbach/OBI) benutzt.
- Verschließe die Flasche fest und umwickle den Deckel mit Klebeband, damit nichts herausrieselt.
- Stecke die Flasche in den Stoffbezug oder alte Socke; nähe bzw. verknotete das Ende.
- Lege den Stopper eng an die Tür. Prüfe, ob die Flasche das Spaltmaß ausfüllt und nicht verrutscht.
Praktischer LifeHack: Wenn die Flasche an einer Außentür steht, verwende KEIN Wasser — bei Frost gefriert es und kann die Flasche beschädigen. Sand/Riesel sind winterfest.
Sicherheit, Optik, Nachhaltigkeit
Sei vorsichtig: Stolperfallen vermeiden, besonders bei Kindern und älteren Leuten.

- Für Haustüren oder stark frequentierte Türen lieber flache, flexible Modelle nutzen.
- Ästhetik: Stoffüberzug mit Muster kann gut aussehen — oder ein altes Kneipen-Handtuch als rustikaler Look.
- Nachhaltig: Du verwendest Plastik wieder — besser als neue Kunststoff-Produkte kaufen.
Wann es nichts bringt
Wenn die Tür selbst schlecht isoliert ist (Risse im Holz, große Spalten), hilft eine Flasche nur begrenzt. Bei starken Temperaturunterschieden wirkungsvoller: Dichtung nachziehen oder professionelle Zugluftstopper kaufen.
Und noch ein Wort: Viele unterschätzen die Wirkung kleiner Maßnahmen. Ich war skeptisch — bis ich nachts barfuß spürte, dass die Kälte nicht mehr unter der Tür kroch.
Letzte Tipps für Deutschland
- Nutze lokale Preise: 1,5-L-PET-Flaschen gibt’s oft unter 0,50 €.
- Baumärkte wie Hornbach, OBI oder Bauhaus haben preiswerten Spielsand für wenige Euro.
- Im Winter: lieber innen platzieren, wenn du nachts lüftest — kurz Fenster auf, dann wieder Stopper anlegen.
Zum Schluss: Diese DIY-Lösung ersetzt keine professionelle Dämmung, aber sie ist günstig, schnell und funktioniert überraschend gut. Ich habe es selbst ausprobiert und bei uns zu Hause spürbar weniger Zugluft erlebt.
Und jetzt interessiert mich: Hast du schon mal so einen DIY-Türstopper gebaut — oder welche kleinen Energiespar-Tricks nutzt du in deiner Wohnung?









