Wasserflecken auf der Fensterbank, muffiger Geruch in der Wohnung oder braune Ränder am Holz — das kennst du sicher. Ich habe bemerkt, dass eine billigste Alltagszutat oft mehr schützt als teure Untersetzer. Lies das jetzt: besonders in deutschen Wohnungen mit Heizperioden und Regenwetter kann das eine echte Erleichterung sein.
Warum nasses Untersetzten ein größeres Problem ist als du denkst
Feuchtigkeit sammelt sich unterm Topf — langsam, unsichtbar, aber effektiv. In meiner Praxis mit Freunden und Nachbarn sah ich, wie Fensterbänke aus Holz über Jahre ruinierten.
Das gilt besonders für:
- Balkonkästen nach Regen in Norddeutschland
- Zimmerpflanzen während der Heizsaison (konstanter Wechsel warm/kalt)
- Holzfensterbänke und günstige MDF-Oberflächen
Der unscheinbare Grund
Wasser sickert, Mineralien bleiben zurück, Holz quillt — und Schimmel startet von unten. Du siehst erst spät die Schäden.
Wie Zeitungspapier das Problem knackt — kurz und handfest
Ich habe das ausprobiert: Einfach Zeitungspapier falten, unter den Topf legen — das Papier nimmt überschüssige Feuchte auf wie ein grober Filter.

Zeitung saugt Wasser, verteilt es und schützt die Oberfläche — vergleichbar mit einem Kaffeefilter, der nur Wasser zurückhält und Schmutz stoppt.
- Es kostet fast nichts (bei uns in Deutschland oft kostenlos vom Wochenmarkt).
- Es ist biologisch abbaubar — statt Plastikuntersetzer, die öfter schimmeln.
- Du kannst es regelmäßig erneuern: schneller als Möbel zu reparieren.
Aber es gibt eine Nuance
Feuchtigkeit allein ist nicht das einzige Problem: stehendes Wasser, Erde und Kalk führen langfristig zu echten Schäden. Zeitung allein ist kein Allheilmittel, aber ein smarter erster Schutz.
So machst du es richtig — Schritt-für-Schritt-Hack
Ich zeige dir meine erprobte Methode, die in Berliner Altbauwohnungen genauso funktioniert wie auf dem Land.
- 1) Topf anheben und Oberfläche säubern — kein Dreck darunter.
- 2) Eine oder zwei Lagen Zeitung falten (je nach Topfgröße) und mittig platzieren.
- 3) Topf daraufstellen, Wasser ablaufen lassen und nach 2–7 Tagen das Papier wechseln.
- 4) Bei stark feuchtigkeitsbildenden Pflanzen: zusätzlich eine Plastikschale unter das Papier legen, falls Gießen mal überhandnimmt.
- 5) Papier sofort ersetzen, wenn es durchweicht oder schimmelig riecht.
Extra-Tipp: Auf Fensterbänken aus Holz lege ich zuerst eine dünne Kunststofffolie (z. B. aus alten Verpackungen), dann das Zeitungspapier. So bleibt die Oberfläche absolut trocken.
Was viele falsch machen
- Zu selten wechseln — Papier ist nur kurzzeitig effektiv.
- Wettrennen mit Plastik vermeiden: Plastik plus eingeschlossene Nässe fördert Schimmel.
- Unpassende Zeitung: Glänzendes Papier (Werbeprospekte) saugt schlechter.
Mythen, die ich entdeckte
„Zeitung färbt die Töpfe“ — stimmt nur, wenn die Erde stark alkalisch ist. Meist reicht normales Zeitungspapier ohne Probleme.

Wo du das in Deutschland günstig bekommst
Alte Zeitungen findest du leicht: Wochenmarktstände, Nachbarn, oder die Billigblätter vom Kiosk. Wenn du neu kaufen willst: Viele Baumärkte wie Obi, Hornbach oder die Discounter haben günstige Packungen Haushaltspapier, das ähnlich funktioniert.
Im Winter ist das besonders praktisch: Heizungs-Luft trocknet zwar die Raumluft, aber Heizungszyklen verursachen Kondenswasser an Fenstern — Zeitung schützt davor.
Kurze Checkliste für deine Fensterbank
- Regelmäßig kontrollieren (einmal pro Woche bei starkem Gießen).
- Bei Balkonpflanzen nach Regen prüfen.
- Altpapier nutzen — umweltfreundlich und kostenfrei.
Übrigens: Wenn du Design willst, kombiniere Zeitung unter einem dekorativen Untersetzer — unsichtbarer Schutz, sichtbares Stil-Statement.
Zum Schluss: Kleine Maßnahmen sparen oft größere Ausgaben. Ich habe mehrere Holzfensterbänke gerettet, nur weil ich rechtzeitig angefangen habe, Zeitungspapier zu verwenden — und das für quasi null Euro.
Hast du das schon probiert oder eine bessere Methode? Teile deine Erfahrung — ich bin gespannt, welche Tricks ihr in eurer Stadt (Berlin, München, Hamburg…) nutzt.









