Du öffnest den Salzstreuer – und ein feuchter Klumpen plumpst in den Eintopf. Nervig, oder? Gerade jetzt, wenn du für ein Familienessen kochst oder in der feuchten Herbstluft nachwürzen willst, ist das ein kleiner Küchen-Notfall.
Ich habe bemerkt: Ein paar Reiskörner im Salzstreuer retten öfter den Abend als teure Luftentfeuchter. Lies weiter, damit du das Problem sofort löst.
Warum das heute wichtig ist
In Deutschland schwankt die Luftfeuchte stark: im Norden und bei Nebel steigt die Feuchtigkeit, im Winter trocknet die Heizungsluft Räume, aber Küchen bleiben oft feucht. Viele übersehen, dass Salz hygroskopisch ist — es zieht Wasser an und verklumpt.
Das heißt: Dein gutes Meersalz kann in wenigen Tagen unbrauchbar werden, besonders wenn du grobes Salz oder ein Streuer mit breiten Öffnungen nutzt.

Was genau passiert
Salz zieht Feuchtigkeit wie ein Magnet. Sobald ein paar Wassertropfen in den Streuer kommen, verbinden sich die Körner. Ergebnis: du kriegst nicht mehr dosierte Salzmengen, sondern Klumpen.
Reis: Der einfache Trick, der wirklich funktioniert
Reis ist nicht magisch, aber praktisch: Er nimmt Feuchtigkeit auf, ohne Geschmack zu übertragen, und ist in jeder deutschen Küche vorhanden. In meiner Praxis als Küchen-Tester hat sich dieser Trick hundertfach bewährt.
Kurz gesagt: Ein paar Reiskörner halten dein Salz streufähig — günstig, sicher und ohne Chemie.
Warum Reis funktioniert (metaphorisch)
- Reiskörner arbeiten wie winzige, unsichtbare Wächtersoldaten: Sie fangen freie Feuchtigkeit, bevor sie das Salz erreichen.
- Stell es dir vor wie einen Mini-Filter: Reis nimmt Wasser auf, lässt das Salz trocken bleiben.
- Im Vergleich zu Silica-Päckchen ist Reis überall verfügbar und kostet in Deutschland nur Cent pro Portion (Aldi, Lidl, REWE).
So machst du es richtig — Schritt für Schritt
- Leere den Salzstreuer komplett aus und wasche ihn mit heißem Wasser. Trockne ihn gründlich ab — kein Restfeuchte!
- Gib nun 6–10 ungekochte Reiskörner in den Boden des Streuers (bei kleinen Streuern reichen 4–6 Körner).
- Fülle das Salz vorsichtig wieder ein. Schüttle nur kurz: Die Reiskörner sollen unten bleiben.
- Kontrolliere alle paar Wochen: Sind die Reiskörner feucht? Dann tausch sie aus.
Praktische Tipps aus der Praxis
- Nutze normalen Langkornreis oder Parboiled. Kein Sushireis mit Salz- oder Zuckerzusatz.
- Wenn dein Streuer sehr kleine Löcher hat, passen Reiskörner meist gut hinein, ohne durchzufallen.
- Bei Meersalz mit groben Kristallen: Mehr Reis nehmen (einigen Teelöffel für große Vorratsbehälter).

Dos and Don’ts — schnellübersicht
- Do: Reis trocken und ungekocht verwenden.
- Do: Streuer regelmäßig reinigen und Reis wechseln.
- Don’t: Aromareis oder gewürzten Reis verwenden.
- Don’t: Feuchte Reiskörner in den Streuer — das macht alles schlimmer.
Alternativen, wenn du es professioneller willst
Übrigens: Wer’s sauberer mag, kann in Drogerien (DM) oder online kleine, lebensmitteltaugliche Trockenmittel kaufen. Sie halten länger, sind aber teurer. Für die meisten Haushalte in Deutschland reicht Reis völlig aus.
Das habe ich gelernt
Viele unterschätzen einen simplen Haushalts-Trick. Ich habe bemerkt, dass Gäste nie merken, dass Reis drin ist — nur du merkst, dass das Salz immer streufähig bleibt. Es ist ein kleiner Eingriff mit großer Wirkung.
Probier es aus: Hol den Streuer, leere ihn, gib ein paar Reiskörner rein und sieh zu, wie das Salz nicht mehr klumpt. Und jetzt du: Hast du Reis im Salzstreuer? Welche Sorte hast du genommen — oder schwörst du auf etwas anderes?









