Juckende Augen nachts, Niesen am Morgen — das ist kein Zufall, das sind Hausstaubmilben. Ich habe das selbst bemerkt, als meine Freundin nach dem Aufstehen ständig nieste.
Deshalb habe ich ein kleines Experiment in meiner Wohnung gemacht: Backpulver auf die Matratze, zehn Minuten warten, absaugen. Die Ergebnisse überraschten mich — und darum solltest du das jetzt ausprobieren, bevor die Allergiesaison losgeht.
Warum Backpulver oft unterschätzt wird
Viele übersehen, dass Backpulver bzw. Natron Feuchtigkeit bindet und Gerüche neutralisiert. In meiner Praxis als Testredakteur hat das einfache Pulver geholfen, das Gefühl von „frischer“ Bettwäsche zu verlängern.
Wichtig: Backpulver tötet Milben nicht zuverlässig, aber es reduziert Gerüche, bindet Feuchtigkeit und macht es leichter, Hausstaub und Allergene beim Saugen zu entfernen.
Was Backpulver tatsächlich bewirkt
- Bindet Feuchtigkeit — weniger günstiges Milieu für Milben.
- Neutralisiert Gerüche — schlaffördernd, besonders in feuchten Schlafzimmern (typisch in vielen Altbauwohnungen in Deutschland).
- Erleichtert das Entfernen von Staub und Hautschuppen beim Saugen.

Das 10‑Minuten-Experiment: Schritt für Schritt
Ich habe das in einer Berliner Mietwohnung getestet — normale Kaltschaummatratze, Fenster zur Straße, Heizung an. Du brauchst nur wenige Zutaten und 10 Minuten freie Zeit.
- Was du brauchst: Natron oder Backpulver (0,5–1 € bei DM, Rossmann oder Aldi), eine weiche Bürste, Sauger mit Polsterdüse (idealerweise HEPA).
- Zeitaufwand: 10–15 Minuten aktive Arbeit, plus 10 Minuten Einwirkzeit.
So machst du es richtig
- Zieh Bettwäsche ab und wasche sie bei ≥60 °C (tötet Milben zuverlässig).
- Streue dünn Natron über die Matratze — etwa 2–3 Esslöffel pro Quadratmeter.
- Verteile das Pulver mit einer weichen Bürste oder einem Tuch, aber nicht einweichen.
- Lass es 10 Minuten einwirken (je länger, desto besser — bis zu 1 Stunde ist ok).
- Sauge die Matratze gründlich ab, besonders Nähte und Kanten.
- Zum Schluss: Matratze kurz auslüften oder in der Sonne an die frische Luft (im Sommer). Nutze einen Matratzenschoner.
Was du beachten musst — die echten Limits
By the way: Backpulver ist kein Ersatz für gründliches Reinigen. Ich habe das selbst erlebt — nach dem ersten Test war die Oberfläche frischer, aber Allergiker brauchen mehr.
- Backpulver reduziert Gerüche, es eliminiert Milben nicht vollständig.
- Bei Memory-Foam oder Latex: erst an einer unauffälligen Stelle testen, zu viel Reiben kann die Oberfläche beschädigen.
- Bei starkem Befall oder Asthma: lieber Profi oder encasings (Allergiker-Bezüge) verwenden.
Extra-Tipps aus meiner Praxis
- Wasche Bettwäsche mindestens alle 1–2 Wochen bei 60 °C (in deutschen Haushalten oft zu selten gemacht).
- Regelmäßig saugen mit HEPA-Filter — besonders sinnvoll in Städten mit viel Feinstaub (Berlin, München, Ruhrgebiet).
- Stoßlüften (im Winter kurz und kräftig) statt Dauerkippen — das senkt Feuchte, die Milben mögen.
- Für den Extra-Kick: ein paar Tropfen Teebaumöl ins Natron mischen hilft gegen Geruch — aber Vorsicht bei Allergien.

Wann du zum Profi musst
Wenn du trotz aller Hausmittel nachts weiter stark reagierst, ist das ein Warnsignal. In meiner Erfahrung helfen Hausmittel oft, aber manchmal ist professionelle Hilfe nötig.
Suche einen Allergologen oder Schimmelexperten, wenn Niesen, Husten oder Hautreaktionen persistieren.
Kurztest fürs Wochenende
Mach diesen Mini-Check: vorher/nachher — halte ein Papiertaschentuch an die Matratze, sauge und reibe. Du wirst den Unterschied riechen und fühlen. Ich habe das mit Freunden gemacht — die skeptisch waren, am Ende aber positiv überrascht.
Fazit: Backpulver ist kein Wundermittel, aber ein günstiger, schneller Trick, der das Schlafzimmer spürbar frischer macht und Allergene leichter entfernbar macht. In Deutschland kostet der Spaß nur ein paar Cent, die Wirkung ist direkt sichtbar.
Hast du das schon probiert — oder welche Hausmittel nutzt du gegen Milben und unangenehme Gerüche im Bett? Schreib’s in die Kommentare.









