Du streichst schon wieder mit der Zahnbürste über die Fliesenfuge und fragst dich, warum Schmutz und Verfärbungen immer zurückkommen? Viele greifen sofort zu teuren Spezialreinigern – manchmal reicht aber eine Tube Zahnpasta. Ich bemerkte, dass gerade einfache weiße Zahnpasten hartnäckige Verfärbungen auf der Oberfläche sehr schnell hellen.
Warum Du das jetzt lesen solltest: Es spart Geld, Zeit und du brauchst keinen 0815-Chemikalienmix. In meiner Praxis habe ich es bei älteren Mietwohnungen, Ferienwohnungen und dem heimischen Bad getestet — mit erstaunlichen Ergebnissen.
Warum Zahnpasta (manchmal) besser wirkt
Zahnpasta enthält feine Schleifpartikel (z. B. Silikate) und oft leichte Bleichmittel. Das macht sie zu einem kleinen „Schmirgelpapier“ für oberflächliche Ablagerungen.

- Funktioniert gut bei: Kaffeeflecken, Seifenreste, Verfärbungen durch Kalk und dunklen Staub.
- Weniger geeignet bei: tief sitzender Schimmel, beschädigten oder porösen Fugen.
- Nicht verwenden auf: gefärbten oder dekorativen Fugen, die dadurch ausbleichen könnten.
Das musst Du vorher wissen
- Teste zuerst an einer unauffälligen Stelle.
- Benutze nur weiße Zahnpasta — keine Gel‑Variante, keine Whitening‑Streifen.
- Gut lüften: in deutschen Bädern ist im Winter die Luft feucht, das fördert Schimmel — also Fenster auf oder Abzug an.
- Kein Mix mit Chlorbleiche! Manche Pasten enthalten Peroxid; zusammen mit Chlor = gefährliche Dämpfe.
So mache ich es — Schritt für Schritt (mein 5‑Minuten‑Hack)
- Materialien: weiße Zahnpasta, alte (saubere) Zahnbürste, Mikrofaserlappen, Schüssel warmes Wasser.
- 1. Trage eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf die trockene Fuge auf.
- 2. Reibe mit der Zahnbürste mit leichtem Druck kreisend, 30–60 Sekunden pro Stelle.
- 3. Mit feuchtem Lappen abnehmen und das Ergebnis prüfen.
- 4. Bei hartnäckigen Stellen: kurz einwirken lassen (2–5 Minuten), dann erneut bürsten.
- 5. Abschluss: mit warmem Wasser nachwischen und trockenreiben.
By the way: Wenn Du ein stärkeres Ergebnis willst, mische einen Teelöffel Backpulver unter die Zahnpasta — das erhöht die Scheuerwirkung ohne teure Mittel.

Wann Du lieber den Profi rufst
- Bei echtem Schimmel (schwarz, muffig riechend) ist oft eine fachgerechte Schimmelentfernung nötig.
- Wenn die Fuge bröckelt oder porös ist: nachbessern oder neu verfugen (bei Baumärkten wie Bauhaus oder Hornbach gibt’s passende Sets).
- Bei sehr empfindlichen Oberflächen: Fachberatung im Fliesenfachhandel oder beim Handwerker holen.
Meine Geheimtipps für länger schöne Fugen
- Regelmäßig kurz nachwischen — das ist wie tägliches Zähneputzen für die Fuge.
- Einmal im Jahr mit einer Fugenversiegelung behandeln (im Baumarkt ab ~5–10 €).
- Auf Feuchtigkeit achten: kurze Lüftungsphasen nach dem Duschen sparen langfristig Ärger.
- Wer in einer Mietwohnung in Deutschland wohnt: sprich mit dem Vermieter, bevor Du großflächig neu verfugst.
Ich bemerkte außerdem: Leute kaufen oft teure Spezialprodukte bei DM oder Rossmann — manchmal reicht die 1‑Euro‑Tube aus dem Supermarkt (Lidl, Aldi) völlig aus, um das Bad für Gäste wieder präsentabel zu machen.
Und jetzt für das Wichtigste: Probier es an einer Stelle aus, bevor Du die ganze Wand bearbeitest. Der Trick ist simpel, aber funktioniert nur bei oberflächlichen Verfärbungen — alles andere braucht mehr Aufwand.
Hast Du diesen Zahnpasta‑Hack schon ausprobiert? Welche Paste hat bei Dir am besten gewirkt — oder schwörst Du auf einen anderen Hausmittelklassiker?









