Du stehst nach dem Duschen vor grauen, schmutzigen Fugen und denkst an teures Neuverfugen? Ich habe das selbst erlebt — und war überrascht, wie oft ein simples Mittel aus dem Badschrank hilft.
Lesen lohnt sich jetzt: In der Heizperiode und bei nasskaltem Wetter in Deutschland keimt Schimmel schneller. Dieser Hack spart Zeit, Nerven und oft 50–200 € für Handwerker.
Ich erkläre, wann Zahnpasta wirklich wirkt, wie du sie anwenden musst — und wann du besser die Profis rufst.
Warum Handwerker seit Jahrzehnten auf Zahnpasta schwören
Ich bemerkte in meiner Arbeit: Viele denken, nur spezielle Reiniger würden helfen. Doch Zahnpasta hat Eigenschaften, die bei verfärbten Fugen wirklich nützlich sind.
- Enthält feine Schleifpartikel (z. B. Siliciumdioxid), die sanft oberflächlichen Schmutz abschleifen.
- Leichte Aufhellung durch milden Chemie-Mix — kein Bleichensprengstoff.
- Ist überall verfügbar: DM, Rossmann, Aldi, Lidl — meist 1–3 € pro Tube.
- Schonend zu Keramik, nicht zu porösem oder gebrochenem Mörtel.
Kurz gesagt: Zahnpasta funktioniert wie feines Schleifpapier in Pastenform — effektiv bei oberflächlichen Verfärbungen.
Aber es gibt einen Haken
Ich sage es offen: Bei echtem Schimmel hinter der Oberfläche oder bröselndem Fugenmörtel hilft Zahnpasta nicht. Dann brauchst du andere Mittel oder einen Profi.
Wann Zahnpasta die richtige Wahl ist — und wann nicht
- Gut geeignet: oberflächliche Vergrauung, Kalkränder, leichte Seifenreste.
- Nicht geeignet: tiefe Risse, poröse alte Fugen, schwarzer Schimmelbefall (gesundheitsgefährdend).
- Bei Silikonfugen: niemals Zahnpasta — Silikon wird anders gereinigt.
- Bei Mietwohnungen: spare dir aggressive Chemie, die vom Vermieter beanstandet werden kann.

So wendest du den Zahnpasta-Hack richtig an (Schritt-für-Schritt)
Ich habe das mehrfach getestet — befolge diese Schritte für beste Ergebnisse.
- Wähle weiße, nicht-gel Zahnpasta (gern günstige Eigenmarke aus DM/Rossmann).
- Feuchte die Fuge leicht an — keine Pfütze.
- Auftragen: Erbsengroßer Klecks direkt auf die verfärbte Stelle.
- Einreiben: Verwende eine alte Zahnbürste oder eine kleine Fliesenbürste, 1–2 Minuten kräftig schrubben.
- Einwirken lassen: 5–10 Minuten, nicht länger bei empfindlichen Farben.
- Abspülen: Warmes Wasser und ein Mikrofasertuch nehmen Rückstände ab.
- Bei hartnäckigen Stellen: kurze Wiederholung oder leichtes Mischen mit Backpulver für mehr Abrieb.
Mein Tipp: Für großflächige Arbeiten lohnen sich Fliesenbürsten aus Obi/Hornbach — billiger als Reinigungsdienste.
Bezugsquellen und Kosten in Deutschland
In meiner Praxis habe ich oft Haushaltsprodukte genutzt, die du in jedem deutschen Supermarkt findest.
- Tube Zahnpasta: 1–3 € (Aldi, Lidl, DM, Rossmann)
- Alte Zahnbürste: kostenlos — oder 1–3 € im Drogeriemarkt
- Kleine Fliesenbürste: 3–10 € (Bauhaus, Obi, Hornbach)
- Alternative Reiniger (bei stärkerem Schimmel): Chlorreiniger oder Profi-Sanierer — 5–15 € bzw. deutlich teurer bei Handwerker-Einsatz
Vergleich: Zahnpasta vs. Profi-Reiniger
Stell dir Zahnpasta wie einen Kaffee-Filter vor: klein, praktisch, entfernt Oberflächenreste. Profi-Reiniger sind wie ein Dampfreiniger — tiefer, intensiver, aber teurer.
- Zahnpasta: günstig, schnell, wenig Chemie.
- Profi-Reiniger: kraftvoll, notwendig bei echtem Schimmel oder tiefen Schäden.
Sicherheits- und Umwelthinweise
Ich habe gesehen, wie Leute Zahnpasta mit Bleichmitteln mischen — bitte nicht. Das erzeugt Dämpfe und kann Fliesenoberflächen angreifen.

- Nicht mit Chlor oder Ammoniak mischen.
- Bei Schimmel: Schutzmaske tragen und gut lüften (in feuchten deutschen Bädern oft Pflicht).
- Reste in kleinen Mengen ins Abwasser ok, große Mengen meiden.
Und jetzt das Interessanteste: Kleine Variationen, die viel bringen
Einige Profi-Kollegen in Deutschland schwören auf diese Kombinationen — ich habe sie ausprobiert:
- Zahnpasta + Backpulver: stärkere mechanische Wirkung, gut bei Kalk.
- Zahnpasta + Zitronensaft (sehr sparsam): Aufhellung, aber Vorsicht bei Naturstein.
- Zahnpasta vor dem Schlafen auftragen und am Morgen abspülen: bei leichten Verfärbungen oft ausreichend.
Praxisbeispiel: Mein Test im Berliner Altbau-Bad
Ich hatte fahlen Fugen zwischen Dusche und Wand. Nach einer halben Stunde mit Zahnpasta und Bürste wirkten sie merklich heller. Keine Profi-Aktion nötig — nur ein bisschen Geduld.
Bei tiefem schwarzen Schimmel an der Duschkabine musste jedoch der Fachmann ran. Der Unterschied war klar: Zahnpasta hilft sichtbar, aber sie ersetzt keine Sanierung.
Kurze Checkliste vor dem Start
- Prüfe Material: Keramik ok, Naturstein vorsichtig.
- Bei Unsicherheit: erst an unauffälliger Stelle testen.
- Maskenpflicht bei sichtbarem Schimmel.
Übrigens: Wenn du in einer Mietwohnung in Deutschland lebst, dokumentiere Ergebnisse per Foto — der Vermieter sieht gern, dass du etwas getan hast.
Zum Schluss: Dieser Trick ist kein Zauber, aber oft ein echter Alltagsretter. Er spart Geld, ist schnell und in fast jedem Haushalt anwendbar.
Was denkst du — probierst du es beim nächsten Putzmarathon, oder warst du schon erfolgreicher mit anderen Hausmitteln? Schreib’s in die Kommentare.









