Zahnpasta auf Kratzer im Laminat? Der 2-Minuten-Trick von Handwerkern

Ein kleiner Kratzer im Laminat und sofort sieht die Wohnung billig aus — ich kenne das Gefühl. Mir ist aufgefallen, dass viele zuerst zum Smartphone greifen statt zum Putztuch. Doch bevor Du teure Reparatursets kaufst: ich habe ausprobiert, wie gut der klassische Zahnpasta‑Trick wirklich funktioniert und wann er schadet.

Warum Du das jetzt lesen solltest? Gerade im Winter mit trockener Heizungsluft fallen Kratzer stärker auf, und in Deutschland sind schnelle DIY‑Lösungen beliebt — besonders wenn’s günstig sein soll.

Warum so viele Tricks schiefgehen

Viele Hausmittel sind intuitiv, aber Laminat ist kein Massivholz: die Oberfläche ist eine dünne Schutzschicht. Was hilft, kann gleichzeitig mehr Schaden anrichten.

  • Falsches Mittel kann die Versiegelung angreifen.
  • Zu viel Druck oder grobes Tuch reibt die Schutzschicht weg — das Blatt sieht dann stumpfer aus.
  • Marken und Profile unterscheiden sich: Billiges 10‑mm‑Laminat reagiert anders als 12‑mm‑Dielen vom Baumarkt (OBI, Hornbach, Bauhaus).

Was Zahnpasta wirklich kann — und was nicht

In meiner Praxis mit diversen Böden habe ich festgestellt: Zahnpasta funktioniert nur bei sehr leichten, oberflächlichen Kratzern.

  • Zahnpasta wirkt wie feines Schleifmittel — ähnlich einem Radiergummi für Papier.
  • Geeignet: matte, oberflächliche Kratzer, die nicht durch die Dekorschicht gehen.
  • Nicht geeignet: tiefe Rillen, durchgekrazte Dekorschicht oder abgeplatzte Kanten.

Wichtig: Nur weiße, nicht‑gelartige Zahnpasta verwenden — Gel enthält oft farbige Zusätze.

Zahnpasta auf Kratzer im Laminat? Der 2-Minuten-Trick von Handwerkern - image 1

Der 2‑Minuten‑Trick: Schritt für Schritt

Ich habe das genau so getestet — und das ist die sichere Variante.

  • Materialien: weiße Zahnpasta (keine Gel), weiches Mikrofasertuch, Wattestäbchen, ein Glas Wasser, Möbelpolitur (optional).
  • Ort: teste zuerst an einer unauffälligen Stelle (z. B. hinter der Couch).

So gehst Du vor

1) Tupfe eine kleine Menge Zahnpasta auf ein Wattestäbchen oder die Fingerkuppe.

2) Reibe die Pasta mit kreisenden, leichten Bewegungen über den Kratzer — maximal 20–30 Sekunden. Kein harter Druck!

3) Wische Reste mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch ab und trockne sofort.

4) Sieht die Stelle besser aus? Gut. Wenn nicht, hör sofort auf — weiterreiben verschlimmert oft den Schaden.

5) Optional: Ein Hauch Möbelpolitur (für Laminat geeignete Produkte, z. B. aus DM oder Rossmann) bringt Glanz und schützt.

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Wann Du es besser lassen solltest

Aber hier ist der Haken: Bei folgenden Fällen greifst Du besser zu einem echten Reparaturset (ab ca. 5–15 €) oder rufst den Handwerker:

  • Tiefe Rillen, die man mit dem Fingernagel spürt.
  • Farbabplatzungen im Dekor.
  • Kratzer in Bereichen mit starker Beanspruchung (Flur, Küche).

Für diese Fälle gibt es in Baumärkten wie Hornbach Kits mit Wachs‑Sticks oder Flüssigpolymeren — oft günstiger als ein Austauschbrett und langlebiger als Zahnpasta.

Zusatz‑Tricks, die ich ausprobiert habe

  • Olivenöl: macht oberflächlichen Glanz, überdeckt aber nur kurzfristig.
  • Möbelwachs: füllt kleine Risse besser als Zahnpasta.
  • Laminat‑Reparaturstifte: farblich abgleichbar, gut für tiefe Kratzer.

Übrigens: In deutschen Haushalten greifen viele zuerst zu Hausmittelchen. Ich verstehe das — aber ein billiger Fehlversuch kann am Ende teurer werden als ein Reparaturset für 5–10 €.

Fazit

Zahnpasta ist kein Wundermittel, aber ein schneller, kostenloser Test: Bei sehr leichten Kratzern kann sie optisch helfen, bei tieferen Schäden ist sie nutzlos oder schädlich. In meiner Erfahrung lohnt sich zuerst das Testen an einer versteckten Stelle — und bei Unsicherheit lieber kurz in Bauhaus oder Hornbach schauen.

Hast Du den Zahnpasta‑Trick schon probiert? Was hat bei Dir am besten funktioniert — Reparaturset, Stift oder doch Profi? Teile Deine Erfahrung!

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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