Handwerker verraten: Das solltest du vor dem Winter absolut reinigen

Feuchte Wände, verstopfte Dachrinnen oder ein platzendes Rohr — das sind keine Horrorgeschichten, das sind echte Rechnungen im Januar. Jetzt handeln spart dir oft Hunderte Euros und nächtliche Panikattacken. Ich habe Handwerker begleitet und selbst nach mehreren Iglus an Reparaturmeldungen: Viele Probleme beginnen mit Dreck, den man leicht entfernt.

Warum das gerade JETZT wichtig ist

In Deutschland fallen im Herbst Blätter, und nachts kommt der Frost schon im Oktober. Wenn du bis zum ersten richtigen Frost wartest, bist du zu spät.

Ich bemerkte bei Aufträgen oft: Wer im September putzt, hat im Februar Ruhe. Klingt banal — ist aber zuverlässig.

Die 7 Dinge, die Handwerker zuerst reinigen

1. Dachrinnen & Fallrohre — die erste Verteidigung

Verstopfte Rinnen führen zu Tauwasser an der Fassade und Eisbildung am Haus. In städtischen Gebieten wie Berlin oder München ist das Risiko durch Straßenbäume besonders hoch.

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  • Entferne Laub, Moos und Vogelnester mit Handschuhen und Leiter.
  • Spüle mit Wasserschlauch nach — wenn du keine Leitung mehr zum Garten hast, frag im Baumarkt (Hornbach, OBI) nach einem günstigen Verlängerungsschlauch (~10–20 €).
  • Prüfe Fallrohre auf Risse; kleine Löcher lassen sich mit Dichtband (5–10 €) reparieren.

2. Heizung & Heizkörper — bloß keine kalten Überraschungen

Ich sah Wohnungen, wo Luft im System den ganzen Winter über Geräusche machte. Oft reicht ein Entlüften.

  • Heizkörper entlüften: Ventil leicht aufdrehen, Tasse bereithalten, bis Wasser kommt.
  • Thermostatköpfe säubern, Staub verhindert richtige Regelung.
  • Lasse die Heizung vom Fachbetrieb prüfen, wenn sie älter ist — das kann dir Verbrauch in EUR sparen.

3. Wasserleitungen & Gartenanschlüsse — Schutz gegen Frost

Gefrorene Leitungen sind teuer. Isoliere freiliegende Rohre und schließe Außenwasserhähne.

  • Rohrisolierung aus dem Baumarkt: Schaumstoff um die Rohre klemmen (ca. 5–15 €).
  • Außenhähne zudrehen und Restwasser ablassen.
  • Wenn du älteres Hausbesitzern in ländlichen Regionen kennst: zusätliche Heizbänder gibt’s für ~20–40 €.

4. Abflüsse & Siphons — der Geruchskrimi vermeiden

Verstopfte Abflüsse riechen nicht nur, sie verstopfen auch komplette Stockwerke. In meiner Praxis reicht oft eine einfache Handgriff-Lösung.

  • Deckel ab, Siphon über Eimer demontieren, Haare/Schlamm entfernen.
  • Natron + Essig trick: 1/2 Tasse Natron, 1 Tasse Essig, nach 15 Minuten mit heißem Wasser nachspülen.
  • Für Badewannen: Gummihandschuh + Drahtbügel als Haken — funktioniert besser als manche Rohrfrei-Flaschen.

5. Waschmaschine & Trockner — kleiner Check, große Wirkung

Ich bemerkte öfter Schimmel in der Waschmittelschublade oder verstopfte Flusensiebe. Das gibt muffige Wäsche und erhöht den Stromverbrauch.

  • Flusensieb im Trockner reinigen; Waschmaschinen-Sieb am Fußende öffnen und säubern.
  • Waschmittelschublade auswaschen und mit Essig abdampfen.
  • Entkalker einmal im Quartal — in Regionen mit hartem Wasser (NRW, Bayern) zahlt es sich aus.

6. Schornstein & Ofen — nicht auf Glück hoffen

In Deutschland gibt es klare Regeln: Schornsteinfeger-Termine sind wichtig. Verstopfte Schornsteine sind Brand- und CO-Gefahr.

  • Termin mit dem Schornsteinfeger prüfen — Termine sind oft Pflicht und sparen Ärger mit Versicherung.
  • Asche aus Kaminöfen erst entfernen, wenn sie komplett kalt ist. Verwende eine Metallbox.
  • Überprüfe Dichtungen von Kamin- und Ofentüren.

7. Fensterdichtungen & Rollläden — Wärme bleibt draußen bei Fehlern

Undichte Fenster sind der einfache Weg, EUR aus dem Fenster zu werfen. Ich habe Häuser gesehen, in denen ein einfacher Austausch der Dichtung den Verbrauch merklich senkte.

  • Dichtungen prüfen: Papier-Test (Papier zwischen Rahmen und Fenster; zieht das Papier leicht raus, ist es undicht).
  • Rollladenkästen von innen reinigen — dort sammelt sich gern der Dreck und insekten.
  • Wenn du Mieter bist: Mängel dem Vermieter melden, bevor es friert.

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Praktischer Life-Hack: Rohrisolierung in 5 Schritten (in 15 Minuten)

Das ist mein Go-to, wenn ich nachts von geplatzten Rohren höre — einfach, günstig und effektiv.

  • Besorge Rohrisolierung (Schaumstoff) im Baumarkt — für 1–2 Meter brauchst du ca. 5–10 €.
  • Schneide die Länge mit einem Cuttermesser passend.
  • Öffne die Nut (die Isolierung hat eine Schlitzseite) und klemme sie ums Rohr.
  • Bei Verbindungen: Überlappen lassen und mit Isolierband fixieren.
  • Optional: einfache Heizklebebänder über schlecht isolierte Stellen — bei stärkerem Frost erwäge Heizband (professionell verlegen).

Was du ruhig dem Profi überlassen solltest

Selbst ist der Mensch — aber bei Gasleitungen, komplizierten Heizungsanlagen oder größeren Dacharbeiten rufe einen Fachbetrieb. Ich sah zu oft DIY-Experimente, die teurer endeten als der Profi-Einsatz.

Letzte Bremse vor dem Winter

Einmal kurz durchchecken spart dir oft die große Panik und deutlich mehr Geld. Für kleines Geld (manchmal unter 50 €) vermeidest du Schäden, die schnell in die Hunderte gehen können.

Übrigens: Welche Ecke deines Hauses hast du zuletzt gecheckt? Schreib’s in die Kommentare — ich antworte gern mit einem schnellen Tipp.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

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