Die Küche als Lagerraum war gestern. 2025 geht es um weniger Besitz, mehr Sinn — und überraschend viel Komfort. Wer auf Minimalismus setzt, gewinnt nicht nur Platz, sondern echte Alltagserleichterung. Ich schreibe das als jemand, der nach Jahren in Berliner Wohnungen gelernt hat: Weniger ist nicht Verzicht, sondern guter Geschmack und Zeitgewinn.
Warum die Bewegung jetzt Fahrt aufnimmt
Markt und Gesellschaft verändern sich: Kleine Wohnungen, Homeoffice, nachhaltiges Konsumverhalten. Verbraucher fragen sich, welchen Nutzen ein Gerät wirklich bringt. Hersteller reagieren mit multifunktionalen Geräten und modularen Möbeln — Ikea hat längst nicht mehr nur Billy-Regale, und Hersteller wie Miele oder Bosch bieten clevere Kombi-Lösungen. Das Resultat: Sie können mit weniger Dingen mehr erledigen.
Was „weniger Krempel“ konkret bedeutet
Minimalismus in der Küche heißt nicht, alles wegzuwerfen. Es bedeutet, bewusst zu entscheiden, was bleibt. Hier die praktische Checkliste:
- Audit: Prüfen Sie, welche Geräte Sie täglich, wöchentlich, selten nutzen.
- Priorisieren: Behalten Sie nur das, was Leistung bringt — nicht das, was nett aussieht.
- Kombinieren: Suchen Sie nach multifunktionalen Alternativen (z. B. Dampfgarer statt Einzeltopf-Kombination).
- Entrümpeln in Etappen: Erst eine Schublade, dann die Arbeitsfläche, nicht alles auf einmal.

Konkrete Umsetzungs‑Tipps
Aus eigener Erfahrung sind Kleinigkeiten oft wirkungsvoller als große Renovierungen. Probieren Sie diese Schritte aus:
- Arbeitsfläche freimachen: Maximal ein täglich genutztes Gerät auf der Theke — Kaffeemaschine oder Wasserkocher. Der Rest gehört in Schränke.
- Box-System: Gleiche Vorratsbehälter, klare Etiketten — das spart Zeit beim Kochen und vermeidet Lebensmittelabfall.
- Einfachere Geräte: Ein guter Toasterofen ersetzt oft Toaster, Grill und manchmal sogar den Backofen bei kleinen Mengen.
- Regelmäßiges Review: Alle sechs Monate durchgehen — haben Sie das Teil im letzten halben Jahr benutzt?
Design und Lagerung: So wirkt die Küche größer
Helle Farben, klare Linien und weniger Muster tun mehr als teure Fliesen. Offene Regale können charmant wirken, funktionieren aber nur, wenn Sie konsequent auf Konsistenz bei Geschirr und Vorräten achten. Sonst sieht es schnell unordentlich aus.
Mobiles Stauraumdenken hilft: Rollwagen, die Sie bei Bedarf herausziehen, oder Hängeaufbewahrung für Töpfe sparen Bodenkapazität. In München habe ich neulich eine kleine Single‑Küche gesehen, die mit Einlegeböden von Ikea und einem Miele‑Kompaktgerät erstaunlich viel funktionalen Raum gewann.
Was Sie weggeben, was Sie behalten sollten
Weggeben lohnt sich vor allem bei:

- Doppelt vorhandenen Tools (zwei Mixer, zwei Messerblöcke)
- Saisonal selten genutzten Geräten (Eismaschine, Fondue-Set)
- Gekrümmeltes Geschirr, das Sie nie wirklich mögen
Behalten sollten Sie Qualitätsstücke mit regelmäßigem Nutzen: gutes Kochmesser, stabiler Topf, platzsparender Mixer mit mehreren Aufsätzen. Investieren Sie lieber in wenige langlebige Teile — das zahlt sich aus.
Ein „Wow“-Fakt, der zum Nachdenken anregt
Viele Haushalte besitzen Geräte, die nur auf bestimmte Feiertage warten. Wenn Sie diese ernsthaft ausmisten, gewinnen Sie nicht nur Platz, sondern oft auch überraschende Geld- und Zeitersparnisse — weniger Müll, weniger Putzen, weniger Entscheidungsstress am Morgen.
Fazit und kleine Aufforderung
Weniger Krempel in der Küche ist kein Trend, der morgen verschwindet. Er ist Reaktion auf veränderte Wohnrealitäten und auf das Bedürfnis nach besserer Organisation. Beginnen Sie klein: Eine Schublade entrümpeln, eine Entscheidung treffen, ein Gerät spenden. Sie werden überrascht sein, wie schnell sich das Wohlgefühl einstellt.
Welche Ecke Ihrer Küche würden Sie zuerst angehen? Schreiben Sie es in die Kommentare — ich antworte gern mit konkreten Tipps.









