Du öffnest die Mehlpackung und findest kleine Larven oder Motten? Das ist dieser kalte Schauer im Rücken, den jeder Hobbybäcker in Deutschland kennt – besonders jetzt, wenn die Backzeit beginnt. Ich habe diesen Trick in meiner Großmutterküche gesehen, selbst ausprobiert und in der Vorratskammer im Berliner Altbau wiederbelebt. Lies weiter, wenn du willst, dass dein Mehl länger hält ohne Chemie.
Warum ein Lorbeerblatt wirkt (kurz und praktisch)
Viele übersehen, dass Lorbeerblätter ätherische Öle enthalten – Duftstoffe wie 1,8-Cineol und Linalool. Für uns riechen sie angenehm; für Mehlmotten und Reismehlkäfer sind sie unangenehm. Das Blatt vertreibt die Tiere meist, tötet sie aber nicht.
Was ich in der Praxis bemerkte
In meiner Vorratskammer reduzierte sich die Sichtung von Schädlingen deutlich, nachdem ich kleine Beutel mit Lorbeerblättern in die Behälter gelegt hatte. Nicht perfekt, aber spürbar besser.
Was funktioniert wirklich — und was ist Mythos
- Lorbeerblatt = Abschreckung, nicht Ausrottung. Wenn Eier schon im Mehl sind, helfen Blätter wenig.
- Frische, luftdichte Behälter machen den größten Unterschied.
- Gefrierfach ist dein bester Soforthelfer: -18 °C für 48 Stunden tötet Eier und Larven zuverlässig.
- Gewürzläden und Supermärkte (REWE, Edeka, DM) verkaufen Lorbeerblätter für 1–3 € im Glas – günstig und lokal.

So machst du es richtig: Schritt-für-Schritt
Ich schreibe hier, wie ich es in meiner Küche mache — simpel, schnell, kein Hokuspokus.
- Prüfe das Mehl: Wenn du lebende Larven siehst, weg damit. Das ist kein Kandidat für Rettung.
- Frische Packung 48 Stunden ins Gefrierfach legen (oder 4–7 Tage, wenn du unsicher bist).
- Luftdichte Vorratsbehälter besorgen (IKEA, Haushaltswaren, ca. 2–10 €).
- 2–3 getrocknete Lorbeerblätter in ein kleines Baumwollsäckchen oder direkt in den Behälter legen.
- Blätter alle 6–12 Monate austauschen, damit der Duft nicht verfliegt.
Praktischer Tipp: Für Reis oder Hülsenfrüchte dasselbe Prinzip anwenden — ein Blatt reicht oft für 1–2 kg.
Fehler, die viele machen (und wie du sie vermeidest)
- Mehl monatelang in Papierpackungen lagern — Wechsel zu Glas oder Plastik mit Dichtungsring.
- Blätter in voller Verpackung lassen und glauben, das reicht — Luftdichte Behälter sind Pflicht.
- Nur auf Lorbeer vertrauen — kombinier ihn mit Temperaturschutz (Gefrierfach) und guter Rotation.
Mehr als Mehl: Wo Lorbeer auch hilft
Ich probierte es auch in dem Reis- und Linsenschrank sowie bei Haferflocken. Ergebnis: weniger Inspektionen, weniger Überraschungen beim Kochen. In der Küche wirkt der Lorbeer wie ein leiser Wachhund.

Wann du einen Profi brauchst
Wenn du dauerhaft viele Motten siehst oder die Schädlinge in mehreren Schränken sind: Hol dir einen Schädlingsbekämpfer. In Deutschland gibt es regionale Dienstleister; das ist keine Schande, das ist Prävention.
Kurze Checkliste für deine nächste Vorratskontrolle
- Mehl prüfen: Larven → wegwerfen.
- Gefrierbehandlung: 48 Stunden bei -18 °C.
- Neues Mehl in luftdichten Behälter umfüllen.
- 2–3 Lorbeerblätter ins Gefäß legen, alle 6–12 Monate wechseln.
- Regelmäßig reinigen: Krümel und Mehlreste entfernen.
Der Lorbeer-Trick ist kein Wundermittel, aber eine günstige, natürliche Ergänzung zur Vorratshygiene. Er funktioniert wie ein Stufe-1-Alarm: weniger Motivation für die Schädlinge, deine Vorräte anzuzapfen.
Fazit
Wenn du genug von überraschenden Motten und geöffneter Mehlware hast, probiere diese Kombination: Gefrierfach + luftdichte Behälter + Lorbeerblatt. Ich benutze sie seit Jahren — einfache Schritte, spürbarer Effekt. In deutschen Haushalten mit kleiner Küche und niedrigen Temperaturen ist das besonders praktisch und kostengünstig.
Hast du diesen Trick schon getestet oder hast du eigene Vorrats-Hacks? Teile deine Erfahrungen — ich bin neugierig, welche Methoden bei euch in Berlin, München oder auf dem Land funktionieren.









