Du öffnest die Speisekammer und entdeckst kleine Flusen oder Mottenflügel — ein Moment kalter Wut. Viele greifen sofort zu Sprays oder teuren Fallen, dabei liegt die Lösung oft in einem Gewürzregal. Ich habe ausprobiert, wie Lorbeerblätter in der Praxis Kleingefahren abwehren und wann sie wirklich helfen.
Warum Lorbeer im Alltag noch funktioniert
Seit Jahrhunderten legen Hausfrauen und Köche Lorbeer in Vorratskammern. Das ist kein Aberglaube: Lorbeer enthält ätherische Öle wie 1,8-Cineol und Terpene, die Insektengeruch stören.
Der Geruch wirkt für viele Vorratsschädlinge unangenehm — das ist der Grund für die langjährige Anwendung in Küchen überall in Europa.
Was Lorbeer wirklich kann — kurz und klar
- Stört Motten und kleinere Krabbler im Frühstadium.
- Funktioniert am besten vorbeugend, nicht gegen Massenbefall.
- Ist ungiftig für Lebensmittel und günstig: Eine Packung Lorbeer kostet in Deutschland nur ein paar Euro.

Wo Lorbeer oft falsch angewendet wird
Ich habe gesehen, wie Leute Blätter einfach in die Schublade werfen und sich dann beschweren, dass nichts passiert.
- Nur ein Blatt in der Ecke genügt nicht.
- Fehler: Lorbeer ersetzt nicht das Reinigen oder luftdichte Aufbewahren.
- Fehler: Bei bestehendem Befall brauchst Du zusätzliche Maßnahmen (Einfrieren, Absaugen, bei starkem Befall Profi kontaktieren).
Praktische Lorbeer-Hacks für Deine Vorratskammer
Diese Tricks habe ich in meiner Küche getestet — sie sind simpel, günstig und passen in jeden deutschen Haushalt.
Die einfache Sachet-Methode (meine Lieblingslösung)
- Schritt 1: Kaufe getrocknete Lorbeerblätter — z.B. bei Rewe, Aldi oder im Biomarkt.
- Schritt 2: Fülle 5–10 Blätter in ein kleines Baumwollbeutelchen (oder ein Teesieb).
- Schritt 3: Platziere ein Sachet pro Regalreihe und jeweils eines in offenen Vorratsboxen.
- Schritt 4: Wechsle die Sachets alle 8–12 Wochen oder wenn der Duft nachlässt.
Bonus-Tipp: Vor dem ersten Gebrauch neues Mehl oder Getreide 48–72 Stunden einfrieren — so tötest Du Eier, die sich darin verbergen.
Kombinationen, die besser wirken
- Lavendel + Lorbeer funktioniert gut bei Flächen, die du auch optisch magst.
- Zedernholz-Späne zusammen mit Lorbeer in Regalen erhöhen die Abschreckung.
- Versiegelte Glasbehälter bleiben die beste Barriere — Lorbeer ist Ergänzung, nicht Ersatz.
Wann Du sofort handeln musst
Ich habe einmal zu lange gewartet: Ein kleiner Befall kann schnell größer werden, besonders bei feuchter Witterung im Frühling in Deutschland.

- Wenn Du Larven, Gespinste oder viele Flügel findest — sofort alles raus, gründlich reinigen und befallene Ware entsorgen.
- Bei Zweifel: Ein Foto an den Schädlingsbekämpfer oder das örtliche Gartenamt schicken; viele Städte in Deutschland bieten Infos online.
Und jetzt für das Wichtigste: Lorbeer ist ein günstiges, natürliches Hilfsmittel, das richtig angewendet die Nerven schont — aber saubere Lagerung bleibt der Schlüssel.
Kurze Checkliste — So richtest Du die perfekte Lorbeer-Verteidigung ein
- Regelmäßig reinigen (einmal im Monat kurz aussortieren).
- Neue Getreideprodukte kurz einfrieren.
- Mehrere Lorbeer-Sachets, nicht nur eins.
- In Kombination mit luftdichten Behältern und ggf. Zedernholz.
Letzte Gedanken
Ich war überrascht, wie oft eine einfache Packung Lorbeer in Deutschland Hausbesitzer vor den Nerven einer Invasion bewahrt hat — vor allem, wenn man es früh anwendet. Lorbeer ist kein Wundermittel, aber ein zuverlässiger und günstiger Baustein in der Vorratspflege.
Und Du? Hast Du Lorbeer schon mal gegen Motten oder andere Küchenplagegeister benutzt — oder schwörst Du auf etwas ganz anderes? Teile Deine Erfahrung unten.









