Deine Gläser sind matt, Ränder hartnäckig verkalkt und die Maschine riecht nach abgestandenem Wasser? Das Problem ist nicht nur unschön — Kalk verkürzt die Lebensdauer der Spülmaschine. Lies weiter, wenn Du in weniger als einer Stunde sichtbare Ergebnisse willst.
Ich habe das selbst getestet: mit einer simplen Essig-Anwendung und einem kurzen Heißprogramm verschwanden viele Kalkflecken innerhalb von rund 40 Minuten. Das ist kein Zauber — aber ein präziser Trick, den viele übersehen.
Warum normale Reinigung oft scheitert
Viele denken, ein Standard-Tablettenlauf würde ausreichen. In Regionen mit hartem Wasser (z. B. Teile von Bayern, Nordrhein-Westfalen) ist das aber zu wenig.
- Kalk bildet sich an Düsen, Heizelementen und im Innenraum — sichtbar an trüben Gläsern.
- Billig-Entkalker werden meist sparsamer eingesetzt oder falsch dosiert.
- Herstellerwarnungen (Garantiefragen) halten Haushalte davon ab, einfache Hausmittel zu nutzen — oft zu Unrecht, wenn man vorsichtig ist.
Der 40‑Minuten‑Trick: kurze Anleitung
Das geht schnell, kostet kaum etwas und wirkt deutlich besser als nur ein Tablettenlauf. Verwende normalen weißen Haushaltsessig (5 %) oder verdünnte Essigessenz. So geht’s Schritt für Schritt:
- Leere die Spülmaschine vollständig.
- Gib ca. 200–250 ml weißen Haushaltsessig in eine hitzebeständige Tasse oder Schale und stelle sie auf den oberen Korb.
- Wähle ein Heißprogramm (60 °C oder höher) mit einer Laufzeit um die 40–50 Minuten — bei vielen Maschinen ist das das „Kurz/Intensiv“-Programm.
- Starten. Nicht mit Reinigungs- oder Geschirrtab kombiniert laufen lassen.
- Nach dem Lauf: Tür öffnen, kurz lüften und mit trockenem Tuch groben Kalk entfernen.
Warum oben im Korb?
Die Essigdämpfe verteilen sich besser nach oben und erreichen Düsen und Heizelement. Gießt Du Essig direkt in den Boden, kann es punktuell zu starker Säureeinwirkung kommen.

Sicherheits-Hinweise & Hersteller‑Hinweis
- Nicht mit Bleichmitteln mischen — giftige Gase entstehen.
- Essigessenz (25 %) ist sehr stark. Wenn Du Essigessenz nimmst, verdünne sie 1:3 mit Wasser oder verwende stattdessen Haushaltsessig 5 %.
- Bei manchen Herstellern steht in der Anleitung, dass Essig nicht empfohlen wird — check vorher das Manual. Wenn die Maschine noch neu ist oder unter Garantie steht, lieber Zitronensäure-Tabs verwenden.
- Gummidichtungen: regelmäßiger, häufiger Gebrauch von Essig kann bei manchen Dichtungen auf Dauer schädlich sein — einmaliger Einsatz ist meist unproblematisch.
Alternative: Zitronensäure aus der Drogerie
Übrigens: In deutschen Drogerien (DM, Rossmann) oder Supermärkten (Aldi, Lidl, Rewe) bekommst Du Zitronensäure-Pulver für kleines Geld. Das ist oft gentler zur Maschine und genauso effektiv gegen Kalk.
- Dosierung: 1–2 Esslöffel Zitronensäure ins Besteckfach oder in eine Schale oben.
- Vorteil: kein starker Essiggeruch, meist empfohlen vom Hersteller als Entkalker‑Alternative.
- Kosten: 2–4 € pro Packung — sparsam und wiederverwendbar.
Meine Erfahrung — was wirklich auffiel
Ich habe es bei zwei Maschinen ausprobiert: eine 5 Jahre alte Maschine mit sichtbarem Kalk an der Tür, und eine neuere. Nach einem Essig‑Lauf (45 Minuten, 60 °C) waren die Gläser klarer und der Innenraum fühlte sich sauberer an.
Bei der älteren Maschine musste ich den Vorgang zweimal im Abstand von zwei Wochen wiederholen, bis die Kalkansammlungen an schwer zugänglichen Stellen verschwanden. Das hat mich daran erinnert: Geduld zahlt sich aus.

Profi‑Tipps, die Du wahrscheinlich noch nicht kennst
- Wenn die Sprüharme verkalkt sind: abschrauben (wenn möglich), in eine Essig‑Wasser‑Lösung legen und mit Zahnstocher Düsen freipieken.
- Einmal im Monat kurz mit Zitronensäure laufen lassen, statt häufiger Essig: das schont Gummis.
- Hartes Wasser? Installiere ein Wasserenthärtungsgerät oder nutze Dosier‑Tabs, um langfristig Kalk zu reduzieren.
- Wenn Du in einer Mietwohnung in München oder Köln lebst: frag beim örtlichen Wasserwerk nach der Wasserhärte — das erklärt, warum Deine Maschine öfter Probleme macht.
Und jetzt der ehrliche Tipp
Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst: Nutze Zitronensäure als regelmäßige Wartung (monatlich) und Essig nur punktuell, wenn hartnäckige Ablagerungen auftreten. So schonst Du Dichtungen und Geldbeutel.
Übrigens: Ein 1–2 € Fläschchen Haushaltsessig aus dem Supermarkt reicht oft für mehrere Durchläufe. Für den Preis bekommst Du in Deutschland kaum eine Dose Fertigentkalker, die genauso flexibel einsetzbar ist.
Fazit
Essig in der Spülmaschine ist kein Hexenwerk: mit der richtigen Dosierung und einem heißen, kurzen Programm lassen sich viele Kalkprobleme in etwa 40 Minuten deutlich reduzieren. Achte auf Herstellerhinweise, verdünne Essigessenz und nutze Zitronensäure als dauerhafte Alternative.
Hast Du es schon probiert — und wenn ja: Essig oder Zitronensäure? Welche Rezepte haben bei Dir am besten funktioniert?









