Du siehst bei den Handwerkern das dünne, glänzende Band an den Fensterkanten und denkst: Spielerei? Ich habe das jahrelang unterschätzt. In meinem Test mit Altbau-Fenstern in Berlin zeigte sich: **ein bisschen Plastik kann im Winter eine überraschend große Wirkung haben**.
Lies jetzt weiter — bevor die nächste Heizkostenabrechnung kommt und Deine Fenster wieder von innen anlaufen.
Warum das überhaupt nötig ist
In vielen deutschen Wohnungen sind Fenster die Schwachstelle. Besonders in Altbauwohnungen mit Einfachverglasung oder leicht undichten Rahmen entweicht Wärme schnell.
Handwerker nutzen die Folie, weil sie einfach, schnell und günstig hilft, zwei Probleme gleichzeitig zu verringern: Zugluft und Kondenswasser.
Was die Folie genau macht
Stell Dir das so vor: Die Folie bildet ein dünnes, warme Luftpolster vor dem Glas — wie eine zusätzliche Daunenjacke für Dein Fenster. Sie reduziert Luftzug und verhindert, dass kalte Luft direkt ans warme Innenfenster trifft.
- Reduzierung von Zugluft und fühlbarem Kältepunkt am Fenster
- Weniger Kondenswasser und damit geringeres Schimmelrisiko
- Schnelle, günstige Maßnahme vor dem Austausch oder vor größeren Sanierungen

Wann es wirklich Sinn macht — und wann nicht
Viele schlagen die Folie einfach über jedes Fenster. Aber Achtung: Das ist nicht immer klug.
- Perfekt bei: Einfachverglasung, alten Holzrahmen, temporärer Nutzung (z. B. Mietwohnung).
- Ungeeignet bei: modernen 3-fach verglasten Fenstern mit gutem Dichtungsprofil — dort bringt die Folie kaum Gewinn.
- Vorsicht bei historischer oder empfindlicher Holzarbeit: Feuchte kann sich in der Konstruktion stauen.
In meiner Praxis als Beobachter bei Renovierungen habe ich gesehen, wie falsch platzierte Folie Holzrahmen beschädigte — also: messen, prüfen, entscheiden.
Materialien & Einkauf in Deutschland
Du findest das Set in jedem Baumarkt: Bauhaus, Obi, Hornbach oder Toom. Online gibt’s es bei Amazon.de. Preis? In der Regel ab ca. 5 € für ein kleines Set, größere Rollen kosten mehr.
- Standard-Schrumpffolie (mit Föhn shrinkbar)
- Klebeband (spezial für Fenster oder Malerkrepp mit hoher Haftkraft)
- Schere, Föhn, eventuell ein Cuttermesser
Schritt-für-Schritt: So mache ich es — und worauf Du achten musst
Ich habe es mehrfach an Fenstern in Berlin, München und Köln ausprobiert. Hier mein erprobter Ablauf.
- Reinigen: Rahmen gut abwischen, alte Dichtungsreste entfernen.
- Abkleben: Klebeband sauber um den Rahmen legen — wichtig: dicht und faltenfrei.
- Folie zuschneiden: Folie so groß wie nötig plus 5–10 cm Rand.
- Anbringen: Folie auf das Klebeband drücken und glatt streichen.
- Shrinken: Mit Föhn gleichmäßig erwärmen, bis die Folie straff sitzt (nicht zu nah ans Holz!).
- Kontrolle: Keine Blasen, kein Kontakt zur Dichtung.
Bonus-Hack: Klebe zuerst an der oberen Kante, zieh die Folie nach unten — so vermeidest Du Falten. Wenn Du in einer Mietwohnung bist: fotografiere den Zustand vorab. Bei Entfernung geht die Folie rückstandslos ab.

Was Du vermeiden musst (Fehler, die Du garantiert nicht machen willst)
- Folie direkt auf nassem Rahmen kleben → Schimmelgefahr.
- Zu heiß shrinken oder Föhn zu nah → Lack oder Holz können Schaden nehmen.
- Bei bereits hohem Raumfeuchte-Level: erst lüften und Ursachen prüfen.
Ich habe einmal bei einer Altbauwohnung die Folie auf feuchten Holzrahmen geklebt — das Ergebnis war drei Monate später sichtbar: Verfärbungen und Modergeruch. Also: erst trocken, dann Folie.
Was Du wirklich erwarten kannst
Erwarte kein Wundersparen von 50 %, aber spürbar weniger Zug, weniger kalte Fensterflächen und ruhigeres Raumklima. Viele in Deutschland nutzen die Folie als Übergangslösung bis zur Fenstersanierung.
Vergleich: Die Folie ist wie ein temporärer Wintermantel für Dein Haus — billig, schnell und funktional. Die dauerhafte Lösung bleibt aber neue Fenster oder bessere Dichtung.
Und jetzt das Entscheidende
Wenn Du schnell handeln willst: Hol Dir eine Schrumpffolie, mach’s ordentlich und nimm Dir 30–60 Minuten pro Fenster. Für viele Mieter in Berlin, Hamburg oder München ist das eine echte Erleichterung an kalten Morgen.
Probier’s aus und sag mir: Hast Du schon Erfahrungen mit Fensterfolie gemacht — oder entscheidest Du lieber für neue Fenster? Wie reagiert Dein Vermieter darauf?









