Streifen nach dem Putzen, ein teurer Reiniger in der Hand — und trotzdem sieht das Fenster schlapp aus. Ich habe das selbst satt gesehen und eine alte Methode wieder ausgegraben, die in vielen Haushalten in Deutschland vergessen wurde.
Lesen lohnt sich jetzt: Frühjahrspollen stehen vor der Tür, Gäste kommen zu Besuch, und Du willst schnelle, glänzende Fenster ohne Geldverschwendung. Ich habe das getestet — mit überraschend guten Ergebnissen.
Warum das alte Rezept wieder funktioniert
Viele übersehen, dass Haushaltstricks aus Omas Zeiten oft praktisch sind. Zeitungspapier hat eine rauere Faserstruktur als Küchenrolle und enthält Drucköl, das beim Polieren hilft.
Ich bemerkte in meiner Praxis: Fenster, die ich mit Zeitung trocknete, glänzten gleichmäßiger und ohne die üblichen Streifen.
Was genau passiert?
- Die Papierfasern nehmen Feuchtigkeit auf und verteilen die Reinigungsflüssigkeit fein.
- Das Druckpigment wirkt wie eine sehr feine Politur — nicht aggressiv, sondern glättend.
- Bei modernen Zeitungen in Deutschland wird oft soja-basierte Tinte verwendet, die kaum abfärbt.

Praktische Anleitung: Fenster putzen mit Zeitungspapier
In meiner Wohnung in Berlin habe ich das mehrfach durchgespielt — hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung, die funktioniert:
- Schritt 1: Groben Schmutz mit einem weichen Besen oder Wasser abspritzen. Bei starker Verschmutzung vorher mit etwas Spülmittel in lauwarmem Wasser reinigen.
- Schritt 2: Mischlösung ansetzen: 1 Teil Essig zu 3 Teilen Wasser. Alternativ 1 Spritzer Glasreiniger in 1 Liter Wasser.
- Schritt 3: Fenster mit einem fusselfreien Tuch oder Schwamm abwischen, Flüssigkeit nicht komplett eintrocknen lassen.
- Schritt 4: Zeitung locker zusammenknüllen und mit kreisenden Bewegungen trocknen/polieren. Immer frische Flächen benutzen — keine farbigen Anzeigen!
- Schritt 5: Rahmen und Silikonfugen mit einem Mikrofasertuch nachwischen.
Wichtig: Verwende keine glänzenden Werbebeilagen mit bunter Druckfarbe. Die schwarz-weiß Seiten funktionieren am besten.
Tipps, die das Ergebnis verbessern
- Bei frostigen Tagen: Nicht in der prallen Sonne putzen — das Reiniger-Gemisch trocknet sonst zu schnell und hinterlässt Ränder.
- Für schwer erreichbare Rahmen: Ein zusammengerolltes Stück Zeitung in die Ecke schieben und drehen.
- Wenn Du empfindliche Hände hast: Handschuhe tragen — Zeitung kann leicht abfärben.
- Für große Glasflächen (Schaufenster, Balkonfronten) zuerst mit Wasser vorreinigen, sonst kratzt Schmutz die Scheibe.
Aber es gibt eine Nuance
Bei speziellen Beschichtungen (Anti-Reflex, Lotuseffekt) solltest Du zuerst die Herstellerangaben prüfen. Bei manchen modernen Fenstern reagiert aggressive Essiglösung mit Dichtungen — lieber sparsam anwenden.

Kurz gerechnet: Warum es günstiger ist
In Deutschland kostet eine Flasche Markt-Glasreiniger 3–5 € und reicht je nach Häufigkeit vielleicht ein paar Monate. Eine Zeitung (Kiosk oder Abo-Rest) kostet 0,80–2,50 € oder ist gratis, wenn Du sie ohnehin liest.
- Kosten pro Putzgang mit Zeitung: praktisch null bis ein paar Cent.
- Zusatznutzen: Müllvermeidung und kein Plastikverbrauch durch Spray-Flaschen.
Bonus-Hack: Für hartnäckigen Pollenfilm
Im Frühling habe ich das so gemacht: Erst mit warmem Wasser und einem Spritzer Spüli abspülen, dann sofort mit Zeitung polieren. Das wirkt wie eine Kombination aus Schrubben und anschließender Politur — die Fenster strahlen wieder.
Wann Du lieber auf spezielle Reiniger zurückgreifen solltest
- Bei scharfen Lack- oder Kleberesten: Fassaden- oder Spezialreiniger verwenden.
- Wenn Deine Zeitung stark abfärbt: Fingerprobe auf dem Handrücken machen und andere Seiten nutzen oder Handschuhe anziehen.
- Für extrem großflächige Verglasungen: Profi-Fensterreiniger spart Zeit durch passende Werkzeuge.
Ich habe diesen Trick in Wohnungen in Hamburg, München und meiner Heimatstadt getestet. Das Ergebnis? Sauberer, klarer Durchblick für wenig Geld — und sogar ein bisschen Stolz, weil Du nicht auf die teure Flasche angewiesen bist.
Und jetzt die Frage an Dich: Hast Du Zeitungspapier schon mal ausprobiert — oder schwörst Du auf einen anderen Haushalts-Trick? Schreib unten, welcher Tipp bei Dir am besten funktioniert.









