Du hast genug von Unkraut, das deine Blumen erstickt, und willst keine Chemie mehr im Garten? Ich habe das ausprobiert — überraschend effektiv und fast kostenlos.
Lesen lohnt sich jetzt: Du sparst Zeit, Geld und tust etwas für die Erde. Und das Beste: Es funktioniert in Deutschlands wechselhaftem Klima, von Schleswig-Holstein bis Bayern.
Warum Zeitungspapier statt Gift?
Viele greifen zu Roundup & Co., weil es schnell geht. Ich habe bemerkt, wie der Boden darunter leidet und wie schnell das Unkraut wiederkommt.
Das Zeitungspapier blockiert Licht und hemmt Keimung. Keine Chemie, kaum Kosten — das ist eine echte Alternative für Blumenbeete.
Wie Zeitung wirkt — simpel erklärt
Stell es dir wie einen Filter vor: Das Papier lässt Wasser durch, hält aber Licht fern. Ohne Licht gräbt sich Unkraut nicht aus dem Boden.
In meiner Praxis hat sich gezeigt: richtig angewendet reduziert es Unkraut deutlich und schützt gleichzeitig die Feuchtigkeit im Boden.
Materialien: Was du brauchst (alles in Deutschland leicht zu kriegen)
- Alte Zeitung oder Anzeigenblätter (aus der Altpapiertonne oder vom Kiosk)
- Gartenschere oder Messer
- Rindenmulch, Holzschnitzel oder Kompost als Deckschicht (z.B. von OBI, Bauhaus, Hornbach)
- Steine oder Holzkeile zum Fixieren bei windigem Nordsee-Wetter
- Gartenhandschuhe

So legst du Zeitung richtig aus (Schritt-für-Schritt)
Ich habe das in mehreren Beeten getestet. Folge diesen Schritten, dann klappt es zuverlässig.
- Beet vorbereiten: Grobes Unkraut entfernen, aber Wurzelunkräuter wie Löwenzahn vorher so gut wie möglich ausziehen.
- Feucht machen: Boden leicht wässern — das Papier haftet besser und rutscht nicht.
- Papierschichten: 2–4 Lagen Zeitungspapier flach auslegen. Auf feuchte Stellen achten, damit es nicht wegweht.
- Schnitte ums Pflanzloch: Für bereits gepflanzte Blumen Papier kreuzförmig einschneiden und die Pflanze durchstecken.
- Deckschicht: 5–8 cm Rindenmulch, Holzschnitzel oder Kompost obenauf — das hält alles an Ort und Stelle.
- Fixieren: Bei Wind mit Steinen oder Pflanzenstangen sichern.
- Nachwässern: Leicht angießen. Das Papier beginnt zu verrotten und verbessert später den Boden.
Meine Faustregel
Bei starkem Unkraut lieber etwas dicker schichten. Bei feinem Saatgut und jungen Pflanzen lieber nur 2 Lagen, damit Wasser und Luft besser durchkommen.
Tipps, Fehler und regionale Besonderheiten
Viele übersehen kleine Details, die den Unterschied machen:
- Keine Hochglanzbeilagen: Diese haben oft eine Folie oder starke Farben, die langsamer verrotten.
- Druckerschwärze: In Deutschland sind Zeitungsdruckfarben in der Regel auf Pflanzenbasis — trotzdem: keine Bedenken, wenn du es nicht übertreibst.
- Nord vs. Süd: In regenreichen Regionen wie der Nordsee musst du stärker fixieren. In trockenen Sommern in Süddeutschland schützt die Papierdecke vor zu schnellem Austrocknen.
- Kompostierbarkeit: Nach einigen Monaten ist das Papier zersetzt und wird Teil des Bodens — perfekt für die Bodenverbesserung.
Was du vermeiden solltest
Aber es gibt einen Haken: Bei starkem Beikraut mit tiefen Wurzeln (z. B. Quecke) reicht Papier allein oft nicht aus.
Dann kombiniere es mit regelmäßigem Jäten oder zieh die Wurzeln vorher gründlich heraus.
Wann es scheitern kann
Wenn das Papier nicht richtig liegt oder die Deckschicht fehlt, findet Licht seinen Weg — und das Unkraut auch. Auch starker Wind kann alles zerstören.

Meine Ergebnisse nach zwei Saisons
Ich habe mehrere kleine Beete so bearbeitet. Ergebnis:
- Weed-Reduktion im ersten Jahr: deutlich sichtbar
- Bodenfeuchtigkeit: verbessert, weniger Gießen nötig
- Kosten: nahe null, außer etwas Mulch (5–15 € pro Säcke, je nach Händler)
Das Gefühl, morgens ins Beet zu sehen und kaum mehr Unkraut zu finden, ist unbezahlbar. In meinem Fall sparte ich auch Zeit — weniger Jäten, mehr Kaffee im Garten.
Extra-Hack: Zeitung unter Laufwegen und Beetkanten
Für Beetkanten und Wege leg ich Zeitung unter eine Schicht Kies oder Rindenmulch. Das stoppt Gras und hält die Wege sauber.
- Extra-Tipp: Schwere Steine entlang der Kante verhindern, dass sich Papier löst.
- Vermeide: Plastikfolien — sie verhindern Luftaustausch und Nützlinge.
Kurz gesagt
Newspaper funktioniert: günstig, umweltfreundlich und praxisbewährt — vor allem in deutschen Gärten, wo die Jahreszeiten das Unkraut antreiben.
Probier es in einem Beet, nicht gleich im ganzen Garten. So siehst du schnell, ob die Methode für deinen Standort passt.
Hast du das schon ausprobiert oder willst du es testen? Welche Zeitung würdest du verwenden — Altpapier oder die Sonntagsausgabe?









