Salzstreuer in den Blumentöpfen? Das alte Gärtnertrick gegen Staunässe

Sie gießt kein Meer, aber Ihre Pflanzen sehen trotzdem krank aus: braune Blätter, faulige Wurzeln, muffiger Topfgeruch. Ich habe das oft gesehen — und auch den Rat: „Streue Salz in den Topf“.

Warum Sie diesen Tipp jetzt lesen sollten: Frühlingsgieß-Saison, warme Wohnungen durch die Heizung und plötzlich stehende Nässe in den Übertöpfen. Ein falscher „Schnelltrick“ hilft nicht — er zerstört.

Lesen Sie weiter, wenn Sie wirklich eine schnelle Rettung wollen und nicht am Ende mit einer verkohlten Zimmerpflanze dastehen.

Warum so viele Pflanzen im Topf ersaufen

Topfpflanzen sind in Deutschland beliebt — von der Monstera in Berliner Altbauwohnungen bis zum Kräuterkasten auf dem Balkon in Hamburg. Doch die häufigsten Ursachen für Staunässe sind banal:

  • zu dichter Blumenerde (verminderte Durchlüftung);
  • verstopfte oder fehlende Drainagelöcher;
  • falsches Gießverhalten bei dunklem, kaltem Wetter;
  • Übertöpfe ohne Abfluss, in denen Wasser steht.

Was ich in meiner Praxis oft beobachte

Ich habe festgestellt: Viele unterschätzen, wie schnell Wurzelfäule sich entwickelt. Ein Topf ohne Abfluss kann schon nach ein, zwei Tagen feuchter Bedingungen kritische Schädigungen zeigen — besonders bei empfindlichen Pflanzen wie Ficus oder Kräutern.

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Der Salzstreuer-Trick: Ursprung, Mythos und Wahrheit

Früher rieten Hausfrauen und Omas zu Salz, um Schimmel oder Schnecken loszuwerden. Daraus entstand der Rat, Salz in die Erde zu geben, um Wasser „wegzuziehen“.

Achtung: Reines Salz ist hygroskopisch und entzieht Wasser — aber es schädigt zugleich Wurzeln, Bodenleben und macht Erde salzig. Das ist dauerhaft schädlich.

Warum Salz meist schadet

  • Salz entzieht Pflanzen Wasser – klingt paradox, aber es führt zur Austrocknung der Wurzeln;
  • es zerstört Mikroorganismen im Boden, die für Nährstoffaufnahme nötig sind;
  • bei Balkonpflanzen können salzhaltige Reste ins Abwasser und in Pflanzen gelangen.

Ich sage das klar: Salz direkt in den Topf = schlechte Idee.

Der sichere Hack: So benutzen Sie einen Salzstreuer richtig (und retten Tops ohne Risiko)

By the way: Man kann den Salzstreuer trotzdem verwenden — aber nur als Streuer für harmlose Materialien. Das ist billig, praktisch und funktioniert.

Schritt-für-Schritt-Rettung (meine praktische Methode)

  • Schritt 1: Pflanzen vorsichtig aus dem Topf nehmen und Wurzeln prüfen. Stinken sie muffig, ist Fäulnis da.
  • Schritt 2: Alte, nasse Erde abschütteln. Entfernen Sie braune, matschige Wurzeln mit einer sauberen Schere.
  • Schritt 3: Füllen Sie einen sauberen Salzstreuer mit Blähton, grobem Sand oder Perlite — keine Süss- oder Speisesalze.
  • Schritt 4: Streuen Sie eine 1–2 cm dicke Schicht dieser Drainageschicht in den Topfboden oder geben Sie sie als dünne Schicht obenauf, um die Oberfläche zu lockern.
  • Schritt 5: Neue, lockere Blumenerde einfüllen und die Pflanze vorsichtig wieder einsetzen. Gießen zurückhaltend und erst nach einigen Tagen wieder normal.

Das funktioniert, weil Blähton und Perlite wie ein grober Filter wirken — sie schaffen Luftkanäle und einen Puffer gegen stehendes Wasser. In Baumärkten wie Obi, Hornbach oder Bauhaus finden Sie diese Materialien günstig.

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Weitere praktische Tipps gegen Staunässe

  • Kontrollieren Sie den Untersetzer: NIEMALS Wasser stehen lassen.
  • Nutzen Sie Tontöpfe statt Plastik — sie „atmen“ besser und trocknen schneller.
  • Wenn möglich, Topf mit Loch + Untersetzer; bei Balkonpflanzen: oben offene Kisten und Drainage-Material.
  • Für schnelle Trockenlegung: Pflanzen an einen sonnigen, luftigen Ort stellen (nicht direkt in pralle Sonne!), Staunässe mit Küchenpapier an Wurzelballen abtupfen.

Alternative Materialien (wenn kein Blähton da ist)

  • zerschlagene Tonscherben (von kaputten Pflanztöpfen);
  • grober Kies oder Flusskies;
  • Aktivkohle (klebt nicht, hilft gegen Geruch);
  • Perlite oder Vermiculit aus dem Gartenmarkt.

Wann Sie sofort handeln müssen

Wenn Blätter plötzlich weich werden, schwarz werden oder der Topf streng riecht — handeln Sie sofort. Ich habe Pflanzen noch retten können, wenn die ersten Warnzeichen erkannt wurden.

By the way: In feuchten Regionen Norddeutschlands oder im verregneten Frühling sollten Sie besonders vorsichtig gießen — Pflanzen brauchen oft weniger als wir denken.

Kurze Checkliste für den Alltag

  • Topf mit Loch? Ja/Nein — wenn nein: umtopfen;
  • Untersetzer leer halten;
  • Salzstreuer? Nur für Perlite/Sand/Blähton verwenden;
  • Bei Unsicherheit: weniger gießen, mehr lüften.

Ich habe viele Experimente gemacht: Der scheinbar einfache Tipp „Salz rein“ hat mehr Pflanzen gekillt als gerettet. Die kleine, saubere Alternative — Perlite im Salzstreuer — hat in meinen Tests oft genau den Effekt erzielt, den man möchte: bessere Drainage ohne Kollateralschäden.

Und jetzt für das Wichtigste: Wie sieht Ihre Pflanze aus? Wenn Sie ein Foto posten, kann ich konkretere Rettungs-Tipps geben.

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
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Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

Artikel: 2031

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