Zeitungspapier in den Schuhen: Warum Bergführer das immer machen

Nasse Wanderschuhe nach einem Regentag? Das macht jede Tour unangenehm und erhöht die Erkältungsgefahr. Viele Wanderer kaufen teure Trockner oder lassen die Schuhe qualvoll trocknen — dabei haben Bergführer seit Jahrzehnten einen einfachen Trick: Zeitungspapier.

Ich habe das selbst in Hütten in den Bayerischen Alpen und im Schwarzwald getestet und war überrascht, wie effektiv und günstig das ist. Lies weiter — gerade jetzt im Herbst, wenn Trails matschig sind, sparst du dir Zeit, Geld (€) und Frust.

Warum das so oft klappt

Auf den ersten Blick wirkt Zeitungspapier wie eine Notlösung. Aber es nutzt zwei einfache Effekte:

  • Absorption: Zeitung nimmt Feuchtigkeit schnell auf — ähnlich wie ein grober Schwamm.
  • Formgebung: Zerknüllt stützt Papier die Sohle, hält die Form und verhindert, dass das Leder oder das Futter in Falten trocknet.

Das ist kein Hexenwerk — es ist Physik in einem Stück Papier.

Die Physik, kurz und handfest

Feuchtigkeit wird vom Papier in Kapillaren gezogen (wie bei einem Kaffeefilter). Zerknülltes Papier vergrößert die Oberfläche und lässt Luft zwischen den Lagen zirkulieren — also schnelleres Verdunsten.

Ich habe das oft in Berghütten gesehen: Am Abend die Schuhe mit Zeitung ausstopfen, morgens sind sie deutlich trockener. Kein Strom, kein Lärm, nur Papier.

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Was Bergführer wirklich erreichen wollen

  • Schutz vor Geruch: Feuchtigkeit + Wärme = Bakterien. Trockenere Schuhe = weniger Gestank.
  • Schonung des Materials: Nasses Leder schrumpft und reißt schneller.
  • Schnelle Einsatzbereitschaft: Guides wollen am nächsten Morgen wieder einsatzfähiges Schuhwerk.

Übrigens: In vielen Hütten und Notunterkünften in den Alpen ist Zeitung gratis oder kostengünstig erhältlich — du kannst also oft ohne Extra-Kauf auskommen.

So machst du es richtig (Schritt-für-Schritt)

Ich habe viele Fehler gesehen — hier die saubere Methode, die Bergführer nutzen:

  1. Entferne lose Erde und die Einlegesohle.
  2. Zerknülle Zeitungspapier locker — kein Pressen.
  3. Stecke das Papier tief in die Schuhspitze und fülle bis zur Ferse.
  4. Wickle bei Bedarf noch ein trockenes Tuch um die Außenseite (gegen Wind).
  5. Wechsle das Papier nach 6–12 Stunden, wenn möglich.

Wichtig: Nicht mit Hitze nachhelfen (Heizung direkt an die Schuhe = Risiko für Kleber und Leder).

Praktische Abwandlungen

  • Bei Wanderungen in Deutschland: Zeitung aus dem Altpapier oder Kiosk (ca. 1–2 €) nutzen.
  • Für Gamaschen oder Skischuhe: Rollpapier oder Küchenpapier funktioniert ähnlich.
  • Bei Gore-Tex/atmungsaktiven Modellen: Zeitung draußen halten, Innenfutter nicht beschädigen.

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Fehler, die viele machen

Ich habe Leute gesehen, die Zeitung direkt in die nasse Einlegesohle stopfen oder die Schuhe neben den Ofen stellen — das bringt Probleme:

  • Gedrücktes Papier stoppt die Luftzirkulation — langsameres Trocknen.
  • Zu heißes Trocknen führt zu Rissbildung im Kleber und Leder.
  • Altpapier mit Druckerschwärze kann Stellen verfärben — bei weißen Innensohlen vorsichtig sein.

Tipps aus meiner Praxis

  • Pack immer ein paar Seiten Zeitung in deinen Rucksack — wie ein Mini-Notfall-Set.
  • In städtischen Regionen Deutschlands kannst du bei Globetrotter, Decathlon oder sogar an Tankstellen günstige Zeitungen finden.
  • Für längere Touren: Wechsel das Papier einmal am Tag, besonders bei durchgehendem Regen.

Und wenn du keine Zeitung hast?

Als Ersatz funktionieren: trockenes Küchenpapier, Papiertaschentücher, oder ein sauberes Baumwoll-T-Shirt. Hauptsache: saugfähig + locker geformt.

Warum ich diesen simplen Trick immer empfehle

Weil er schnell, günstig und umweltfreundlich ist. In Deutschland sparen viele Wanderer so Strom und teure Trocknerstunden in Hütten. Für 0–2 € hast du oft am nächsten Morgen wieder trockene Schuhe — das ist praktisch und smart.

Und jetzt für das Beste: Du musst kein Outdoor-Profi sein, um diesen Hack zu nutzen.

Welche Erfahrungen hast du mit dem Zeitungstrick gemacht — oder hast du einen anderen Geheimtipp gegen nasse Schuhe? Teile es in den Kommentaren!

Efrat Wienberg
Efrat Wienberg

Hallo, ich bin Efrat 👋
KI-Texter, Content-Coach & zertifizierter Content-Spezialist (Hubspot sagt es 😉)
Fließend Englisch, Hebräisch ... und menschlich.
Ich helfe Marken, wie Menschen zu klingen - und Menschen verkaufen mehr mit Worten.
Durch Storytelling, UX Writing und Conversion-driven Content unterstütze ich globale und lokale Marken dabei, Inhalte zu erstellen, die sich wie sie anfühlen — und landen.

Artikel: 1998

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