Kennst du das: Nach dem Braten landet das heiße Fett schnell in der Spüle. Ich habe bemerkt, dass genau dieser Moment mehr Schaden anrichtet, als die meisten denken. Wenn du jetzt nicht stoppst, drohen verstopfte Rohre, stinkende Leitungen und teure Rechnungen. Lies das sofort — bevor die nächste Pfanne ausgeht.
Warum das mit dem Öl so gefährlich ist
Viele übersehen, dass flüssiges Fett in der Leitung nicht einfach wegspült. Es kühlt ab, klebt an den Rohrwänden und sammelt sich wie Zucker in einer Teekanne.
- Verstopfung: Fett bildet Schichten, die sich mit Essensresten zu harten Ablagerungen verbinden.
- Geruchsprobleme: Organische Rückstände fangen an zu gären — die Küche riecht schnell wie eine alte Kanalisation.
- Teure Reparaturen: Eine einfache Rohrreinigung kostet in Deutschland oft 80–250 €, bei Kanalreparaturen können es tausende Euro werden.
- Umwelt: Großflächige Fettablagerungen behindern Kläranlagen und können Gewässer schädigen.
- Recht: Altöl (z. B. Motoröl) und größere Mengen Speiseöl dürfen nicht einfach entsorgt werden — bei grobem Verstoß drohen Bußgelder.
In meiner Praxis mit Klempnern — das sehe ich immer wieder
Ich habe mit Klempnern in München und Berlin gesprochen: Ein Hausbewohner schüttete Jahr für Jahr Öl in die Spüle. Nach fünf Jahren war der Hausanschluss komplett zu. Das Aufgraben der Straße und die Sanierung kosteten weit über 5.000 €. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Nachbarn.
Was darf in das Waschbecken — und was niemals?
Kurz und klar: heißes Wasser und Spüli spülen nicht jedes Öl weg. Manche Dinge sind okay, andere tabu.

- Erlaubt: Reste in kleinen Mengen (z. B. Spülwasser mit geringen Essensresten).
- Verboten/Problematisch: Bratfett, Frittieröl, Salatöl, Margarine, Butter, Motoröl.
- Besonders gefährlich: größere Mengen Öl aus Haushalt und Garage — die gehören zu Altöl oder Schadstoffsammlung.
So entsorgst du Öl in Deutschland richtig — 5 praktische Wege
Ich habe getestet, was am einfachsten funktioniert. Hier sind die besten Methoden, die wirklich im Alltag taugen:
- Abkühlen lassen: Lasse das Öl in der Pfanne abkühlen, bis es dickflüssig ist.
- In ein Gefäß füllen: Gieße es in ein leeres Glas oder eine Flasche. Dicht verschließen und in den Restmüll oder zur Sammelstelle geben (kommunale Regeln beachten).
- Fest machen: Kleine Mengen in Eiswürfelformen einfrieren — die Ölwürfel landen danach im Restmüll.
- Aufsaugen: Mit Kaffeefilter oder Küchenpapier aufsaugen und in den Restmüll werfen.
- Recyclen: Größere Mengen zum Wertstoffhof oder zur Altölannahme bringen — viele Kommunen oder Tankstellen nehmen Altöl an.
Pro-Tipp: In vielen Städten gibt es Schadstoffmobile oder spezielle Sammelstellen auf dem Wertstoffhof — das ist oft kostenlos.
Ein Life-Hack, den kaum jemand nutzt
Wenn du oft ölig kochst: Sammle gebrauchte Öle in einer alten Saft- oder Ölflasche. Wenn sie voll ist, kannst du sie zur kommunalen Sammelstelle bringen oder beim Recyclinghof abgeben. Es spart Riesenkontakt mit Dreck und verhindert spontane „aus-dem-Fenster-kippen“-Aktionen.

Wenn es schon zu spät ist — Sofortmaßnahmen gegen Verstopfungen
Du hast schon Öl in die Spüle gekippt? Panik bringt nichts. Ich habe diese Schritte oft gesehen, die wirklich helfen:
- Nicht weiterabfließen lassen: Wasser abstellen, um das Fett nicht weiter in die Rohre zu drücken.
- Siphon ausbauen: Viele Verstopfungen sitzen direkt im Siphon — herausnehmen, auskratzen, reinigen.
- Heißes Wasser + Spülmittel: Kräftig in mehrere Schüben gießen. Spüli löst Fett besser als klares Wasser.
- Mechanisch entfernen: Saugglocke oder Rohrspirale verwenden. Chemische Rohrreiniger schaden oft den Rohren und der Umwelt.
- Wenn’s tiefer sitzt: Klempner rufen. Bei Kanalverstopfung lohnt schnelles Handeln — sonst wird’s teuer.
Was Klempner wirklich empfehlen
In meiner Arbeit mit Profis hörte ich oft denselben Rat: Verlass dich nicht auf heißes Wasser allein. Es hilft manchmal, aber oft ist die Kombination aus mechanischer Reinigung und vorbeugender Entsorgung die beste Strategie.
Kurze Checkliste für jede Küche
- Kein Öl mehr in die Spüle kippen.
- Altes Öl in Glasflaschen sammeln.
- Reste mit Papier abwischen, bevor du den Teller spülst.
- Wertstoffhof oder Schadstoffmobil bei größeren Mengen nutzen.
- Bei ersten Düften: Siphon prüfen.
Vergleich: Fett in Rohrleitungen wirkt wie Kaugummi im Abfluss — je länger du wartest, desto schwieriger wird’s, das wieder rauszuholen.
Übrigens: Restaurants in Deutschland bezahlen oft für Sonderentsorgung — für Privathaushalte gibt es günstige kommunale Angebote. Einmal richtig entsorgen spart am Ende Geld.
Und jetzt zum Schluss: Was hast du bisher mit deinem Altöl gemacht? Schreib deine Lösung oder Horror-Story unten — ich bin gespannt, welche Tricks in deiner Nachbarschaft kursieren.









