Feuchte Handtücher auf der Heizung — klingt praktisch, oder? Ich habe jahrelang Kunden gesehen, die genau das tun, und selten endet es gut. Lies jetzt weiter, wenn du keine Schimmelspuren an den Wänden, höhere Heizkosten oder einen kaputten Heizkörper willst.
Warum das Problem größer ist, als du denkst
Viele übersehen, dass ein nasses Handtuch auf der Heizung nicht nur trocknen soll, sondern das Mikroklima in der Wohnung verändert. In meiner Praxis habe ich oft Feuchteschäden gefunden, die mit solchen Gewohnheiten beginnen.
Kurzer Schock: Ein einziges feuchtes Handtuch kann die relative Luftfeuchte in einem kleinen Bad deutlich erhöhen — das ist ein perfekter Nährboden für Schimmel.
Was wirklich passiert, wenn du es tust
- Wärme wird blockiert: Handtücher dämpfen die Wärmeabgabe des Heizkörpers — du brauchst höhere Temperaturen, also mehr Gas oder Strom.
- Lokale Feuchtigkeit steigt: Verdunstendes Wasser sammelt sich an Decken und Ecken und bleibt oft unbemerkt.
- Metall leidet: Bei alten Heizkörpern kann ständige Feuchte Korrosion fördern.
- Gerüche und Bakterien: Nasse Textilien sind wie eine kleine Werkstatt für Mikroben.
- Brandschutzrisiko: Bei elektrischen Heizkörpern kann ein dickes feuchtes Tuch überhitzen — ja, das passiert.
Die Kosten, die keiner auf der Rechnung sieht
Ich habe Kundinnen und Kunden gehabt, die wegen Schimmel renovieren mussten — schnell sind das mehrere hundert bis tausend Euro. Und nebenbei: höhere Heizkosten. In Deutschland, wo wir im Winter lüften und sparen, ist das doppelt blöd.

Ein Bild: wie ein Filter für Wärme
Stell dir die Heizung vor wie eine heiße Herdplatte. Ein Handtuch wirkt wie ein Kaffeefilter: es hält die Hitze zurück und lässt die Feuchtigkeit in der Umgebung.
Praktische Alternativen — so bleibt alles trocken und günstig
Stoppe das Risiko mit einfachen Maßnahmen, die ich selbst bei Kunden getestet habe.
- Nutze eine Wand- oder freistehende Wäschestange (Ikea LÄTTHET oder bei Obi & Hornbach erhältlich).
- Schleudere Handtücher extra: 1200 U/min im Waschgang spart lange Trocknungszeiten.
- Mini-Entfeuchter für 10–30 € (DM, Rossmann) stellt die Feuchtigkeit schnell unten.
- Elektrische Handtuchhalter: kontrollierte Wärme statt wildem Trocknen.
- Lüfte kurz und kräftig nach dem Duschen — 5–10 Minuten Stoßlüften reicht oft.
Step-by-step Hack: Handtuch schnell & sicher trocknen
Das ist mein bevorzugter Ablauf — minimal Aufwand, maximal Effekt:
- 1) Nach dem Duschen Handtuch bei 1200+ U/min schleudern.
- 2) Auf einen freistehenden Wäscheständer hängen, nicht abgelegt.
- 3) Fenster weit auf für 5–10 Minuten (auch im Winter — kurz und kräftig).
- 4) Mini-Entfeuchter neben den Wäscheständer stellen, wenn’s draußen sehr feucht ist.
- 5) Bei regelmäßigem Bedarf: elektrischen Handtuchhalter installieren lassen (ca. 100–200 € bei Fachhandel + Installation).

Was du sofort tun kannst — drei schnelle Checks
- Fühltest: Heizung mit Handtuch drauf wird außen spürbar kühler — das ist ein Zeichen für blockierte Wärme.
- Feuchtetest: Bohre oder kratze nicht — rieche. Moderiger Geruch ist oft zuerst spürbar.
- Budget-Check: Ein Mini-Entfeuchter für 15 € amortisiert sich durch weniger Schimmelreinigung und geringeren Energieverbrauch.
Meine Erfahrung aus Kundenbesuchen
Ich habe Häuser gesehen, wo genau dieses Verhalten zu verfärbten Wänden und hohen Renovationskosten geführt hat. Manchmal reicht eine kleine Änderung — oft reicht es, das Handtuch einmal anders aufzuhängen — und das Problem verschwindet.
Wenn du diese Gewohnheit jetzt änderst, sparst du dir langfristig Ärger, Geld und eine Menge Arbeit.
By the way — ein letzter Tipp für deutsche Wohnungen
Im Herbst und Winter sind unsere Wohnungen durch geschlossene Fenster besonders anfällig. Investiere in einen kleinen elektrischen Handtuchwärmer oder hänge Handtücher in einen trockenen Flur — das hilft besser als die direkt auf der Heizkörperablage.
Was denkst du — hängst du noch Handtücher auf die Heizung oder hast du einen besseren Trick? Schreib’s unten, ich bin gespannt auf eure Erfahrungen.









