Du hast gerade wieder den Abfluss mit einer Drahtbürste bearbeitet und denkst: „Schon wieder“? Ich bemerkte in meiner Arbeit, wie schnell aus einer kleinen Verstopfung eine teure Katastrophe wird. Lies das jetzt — bevor du das nächste Mal etwas in die Spüle kippst.
Warum das plötzlich nicht mehr funktioniert
In meiner Praxis sehe ich immer die gleiche Abfolge: etwas Öl, ein bisschen Kaffeesatz, ein Feuchttuch — fertig ist das Rohrmonster. Die Rohre in deutschen Altbauten sind oft alt und eng; da reicht eine einzige falsche Tat, um den Abfluss zu ruinieren.
Ein verstopftes Rohr ist nicht nur lästig — es kann richtig teuer werden. Ein Einsatz am Wochenende oder ein Notdienst kann schnell im Bereich von 100–300 € liegen.
Die 3 Dinge, die niemals ins Abflussrohr gehören
1) Fett und Speiseöle — die heimliche Bombe
Viele übersehen, dass flüssiges Fett sich im Rohr bei kalter Temperatur schnell verfestigt. Es klebt an den Rohrwänden und fängt Haare, Kaffeesatz und Seifenreste.

- Warum gefährlich: Fett verhärtet sich wie Kerzenwachs und reduziert den Durchfluss schleichend.
- Typische Fälle: Bratfett von der Pfanne, übrig gebliebenes Salatdressing, Reste von Frittiertem.
- Was ich oft sehe: Mütter, die beim Abspülen glauben, kleine Mengen wären okay — sind sie nicht.
2) Feuchttücher & Hygienepapiere — die Stille Blockade
Feuchttücher lösen sich nicht wie Toilettenpapier. Sie verklumpen, verfangen sich an Bögen im Rohr und bilden oft Kontaktpunkte für Fett und Haare.
- Warum gefährlich: Sie saugen Wasser auf und werden zu festen Matten, die nur schwer zu entfernen sind.
- Im Alltag: Baby- oder Make-up-Tücher liegen bei vielen in der Nähe des Waschbeckens — ab in den Mülleimer, nicht die Toilette oder den Abfluss.
- Städte-Realität: In einigen deutschen Kommunen verursachen Feuchttücher teure Reinigungsaktionen in der Kanalisation.
3) Kaffeesatz — harmlos? Denk noch mal nach
Kaffeesatz ist biologisch abbaubar, aber er verklumpt und setzt sich am Rohrboden ab. Kombiniert mit Fett wird daraus eine zähe Masse.
- Warum gefährlich: Er wirkt wie Schleifpapier und dichtet Ritzen mit der Zeit ab.
- Bessere Idee: Sammle ihn in einem Behälter und nutze ihn im Garten oder in der Biotonne.
- Ich bemerkte oft: Haushalt, in dem täglich Kaffeesatz in die Spüle geworfen wird — das Rohr sieht nach Monaten aus wie verstopfter Teefilter.
Praktische Sofort-Hacks, die wirklich funktionieren
Du brauchst keine Profi-Ausrüstung, wenn du schnell reagierst. Ich habe eine Methode getestet, die in 70–80% der kleinen Verstopfungen hilft.
- Schritt 1: Gieße 1–2 Esslöffel Spülmittel in den Abfluss.
- Schritt 2: Erhitze etwa 1 Liter Wasser (nicht kochend) und kippe es langsam nach 5 Minuten hinterher.
- Schritt 3 (bei stärkerer Verstopfung): Eine halbe Tasse Backpulver in den Abfluss, darauf 150 ml Essig. Nach 10 Minuten mit heißem Wasser nachspülen.
Tipp: Wenn das nicht hilft, behalte Ruhe — wildes Hämmern mit der Spirale kann Rohre beschädigen. Rufe lieber einen Klempner, bevor 150–300 € für Notdienst auf dich zukommen.

Wie du es dauerhaft verhinderst (einfacher als du denkst)
Ein bisschen Routine spart dir Zeit, Ärger und Geld. In deutschen Küchen und Bädern zahlt sich das aus.
- Fett entsorgen: Abkühlen lassen, in ein Glas / alte Dose schütten und in die Restmülltonne oder zum Wertstoffhof bringen. Viele Städte haben Sammelstellen für Pflanzenöl.
- Kaffeesatz: In die Biotonne oder als Dünger in den Garten — funktioniert besonders gut für Azaleen und Rosen.
- Feuchttücher: Kein Toilettenpapier-Ersatz. Immer in den Mülleimer.
- Prävention: Abfluss-Sieb verwenden (gibt es günstig bei dm, Rossmann, OBI) und einmal im Monat kurz mit heißem Wasser durchspülen.
Ein deutscher Alltagstipp
In der kalten Jahreszeit verfestigt sich Fett schneller — das solltest du in der Heizperiode besonders vermeiden. Kleiner Kauf-Tipp: Bei Bauhaus oder OBI gibt’s günstige Auffangbehälter für Küchenfett ab wenigen Euro.
Finale
Ich habe hunderte verstopfte Rohre gesehen — fast immer beginnen sie mit genau diesen drei Feinden: Fett, Feuchttücher, Kaffeesatz. Ein wenig Achtsamkeit reicht, um teure Notfälle zu verhindern.
Was hast du zuletzt in den Abfluss gekippt, bei dem du jetzt denkst: “Oh nein”? Teile deine Geschichte — andere in Deutschland könnten daraus lernen.









