Du entdeckst gerade einen frischen Kratzer im Parkett — genau jetzt, kurz vor dem Besuch oder der Wohnungsübergabe. Panik? Nicht nötig.
Ich habe das ausprobiert, mit einfachem Zeug aus dem Badezimmerschrank und kleinen Fehlern, die ich in meinen eigenen Mietwohnungen repariert habe. Lies weiter: Du kannst oft in weniger als zwei Minuten sichtbar retten, statt stundenlang zu schruppen oder teure Handwerker zu rufen.
Warum manche Schwören — und andere fluchen
Die Idee klingt zu gut, um wahr zu sein: Zahnpasta füllt und mattiert feine Kratzer, sodass sie weniger auffallen. Ich habe das bei lackiertem Parkett getestet — bei geölten Böden war das Ergebnis meist schlechter.
Wichtig: Das funktioniert nur bei oberflächlichen Kratzern, nicht bei tiefen Rillen oder abgesplittertem Holz.
Wie es wirkt — in einer Zeile
Zahnpasta enthält feine Schleifpartikel und Füllstoffe; sie glättet die Kante des Kratzers und verändert leicht den Glanz — vergleichbar mit einem Mini‑Schmirgel für die Optik.

Was du brauchst (alles aus DM, Rossmann oder dem Baustoffhandel)
- Weiße, nicht-gelige Zahnpasta (unter 3 € im Drogeriemarkt)
- Weiches Baumwolltuch oder Mikrofaser
- Wattestäbchen für feine Stellen
- Optional: Holzpflegeöl oder farbiger Möbelstift aus Hornbach/OBI
Schritt-für-Schritt: Die 2‑Minuten‑Reparatur
Ich arbeite kurz, gezielt und ohne zu rubbeln wie verrückt. So bleibt nichts schlimmer als vorher.
- Reinige die Stelle kurz von Staub — keine Putzmittel mit Fett verwenden.
- Trägst du eine erbsengroße Menge weiße Zahnpasta auf ein Wattestäbchen auf.
- Verreibe die Paste sanft entlang des Kratzers, nicht quer — einmal über den Kratzer reiben genügt.
- Wische den Rest mit einem feuchten Mikrofaser‑Tuch weg und trockne sofort.
- Bei Bedarf: Einen Tropfen Holzöl oder Möbelstift auftragen, um Farbunterschiede auszugleichen.
Praxis‑Tipp
Wenn du Angst vor glänzenden Stellen hast, teste zuerst an einer unauffälligen Stelle (z. B. hinter einem Schrank). In meinen Tests war das Resultat oft nach wenigen Minuten akzeptabel.
Wann du die Finger weglassen solltest
- Tiefer Kratzer, wo Holzfasern fehlen — dort hilft nur Holzspachtel und Nachöl.
- Geöltes Parkett: Zahnpasta kann das Ölbild stören.
- Antike oder sehr empfindliche Oberflächen — lieber Profi fragen.
Aber es gibt einen Haken: bei stark pigmentiertem Parkett kaschiert Zahnpasta nur den Glanz, nicht die Farbe — du siehst das Ergebnis bei unterschiedlichem Lichteinfall.

Alternative Mini‑Tricks, die ich auch benutze
- Möbelstift (Holzfarbe) aus dem Baumarkt für dunkle Kratzer.
- Wachs‑Politur gegen leichte Schrammen — dauert länger, wirkt aber besser auf geölten Böden.
- Für Mietwohnungen: Kleine Holzpaste kaufen (ca. 5–10 €), trocknen lassen, kurz abschleifen.
Warum dieser Hack in Deutschland oft nützlich ist
In deutschen Wohnungen liegt viel Parkett — und viele Vermieter kontrollieren penibel bei der Rückgabe. Ein schneller Korrekturfokus spart Stress, vor allem in den trockenen Wintermonaten, wenn Schmutz von Schuhen und Salz die Oberfläche attackiert.
Metapher: Stell dir vor, der Kratzer ist wie eine kleine Falte im Hemd. Zahnpasta ist kein Bügeln, eher ein schneller Fleckentferner, der beim Blickkontakt fürs Erste täuscht.
Letzte Warnung und Fazit
Ich nutze den Trick als Erste‑Hilfe‑Maßnahme. Für echte Renovationen oder wertvolle Böden ist er kein Ersatz für Profi‑Behandlung.
Fazit: Für oberflächliche Kratzer ist Zahnpasta eine schnelle, günstige Lösung — besonders praktisch vor Besuch oder Wohnungsübergabe. Probier es an einer unauffälligen Stelle und hab ein Möbelstift aus dem Baumarkt als Backup.
Hast du schon mal einen Kratzer so repariert — oder kennen du einen besseren Haushalts‑Hack für Parkett? Schreib’s in die Kommentare!









