Streifen auf den Fenstern, obwohl du das teuerste Spray benutzt? Ich habe das immer wieder gesehen — teure Flaschen, zufriedene Kunden? Nicht wirklich.
Lesen lohnt sich jetzt: Ich erkläre dir, warum viele Reinigungsfirmen in Deutschland seit Jahren auf Zeitungspapier schwören — und wie du diesen einfachen Trick sofort für zuhause nutzen kannst.
Warum Profis auf Zeitung setzen
Bei meinen Einsätzen fiel mir auf: Ein Profi will zwei Dinge — schnell sauber und ohne Nacharbeiten. Zeitung erfüllt beides.
- Sehr saugfähig: Zeitung nimmt Feuchtigkeit auf, ohne Fusseln zu hinterlassen.
- Kostengünstig: Alte Zeitung ist praktisch gratis — in Deutschland wirfst du sie sowieso zum Altpapier.
- Kein Glanzfilm: Viele Sprays hinterlassen einen hauchdünnen Film, Zeitung poliert die Scheibe matt-streifenfrei.
- Öko-negativ? Weniger Plastik: Du sparst chemische Rückstände und Plastikmüll.
- Praktisch unterwegs: Beim Büdchen oder Kiosk bekommst du alte Ausgaben oft für wenig Geld oder sammelst sie selbst.
Die Physik in zwei Sätzen
Zeitungspapier wirkt wie ein Kaffefilter für Schmutz: Es saugt die Flüssigkeit, nimmt Schmutzpartikel mit und gibt kaum Fasern ab. Deshalb sieht das Fenster danach oft klarer aus als nach dem Tuch mit Spray.

Was Profis anders machen (nicht nur Zeitung rollen)
Viele übersehen Details, die den Unterschied machen. Ich habe gesehen, wie ein Kollege mit denselben Utensilien deutlich bessere Ergebnisse erzielt — wegen der Technik.
- Arbeitsrichtung: immer von oben nach unten arbeiten — Tropfen laufen und werden nicht wieder verteilt.
- Falt-/Knülltechnik: Zeitung nicht glatt legen, sondern leicht knüllen — so entsteht Oberfläche und Polieren in einem.
- Temperatur beachten: Warmes Wasser löst Fett besser, aber bei Sonne trocknet es zu schnell und hinterlässt Flecken.
- Keine bunten Seiten: Glänzende Werbebeilagen und Farbdrucke können abfärben.
Praktischer Life-Hack: So putzt du streifenfrei mit Zeitung
Ich nutze diese Methode seit Jahren für Fenster, Spiegel und Autoscheiben. Probiere es so:
- Mix: 1 Liter warmes Wasser + 2 EL weißen Haushaltsessig (kein Duftessig) + 1 Spritzer Spülmittel. (Alternativ: klares Wasser für wenig verschmutzte Scheiben.)
- Vorsprühen: Mit einer Sprühflasche die Scheibe leicht befeuchten — nicht triefend.
- Reinigen: Zeitung locker knüllen und die Feuchtigkeit verteilen, in langen Zügen von oben nach unten.
- Nachpolieren: Mit einer trockenen, sauberen Zeitung kurz auspolieren, bis kein Glanzfilm mehr bleibt.
- Hände schützen: Wenn die Druckerschwärze abfärbt, Handschuhe anziehen — das ist normal bei älteren Ausgaben.
Kurzcheck vor dem Start
- Keine glänzenden Inserate verwenden.
- Bei beschichteten Fenstern (z. B. moderne Low-E Verglasung) vorher testen.
- Bei starker Verschmutzung erst mit Schwamm grob vorreinigen.
Vor- und Nachteile kurz & ehrlich
Ich will nichts beschönigen. Zeitung ist super, aber nicht immer die perfekte Wahl.
- Pro: billig, umweltfreundlich, streifenarm.
- Kontra: Druckerschwärze kann die Hände färben; nicht ideal für empfindliche Displays oder spezielle Beschichtungen.
- Regional: In Deutschland sammelst du alte Tageszeitungen problemlos — perfekt für Saisons wie Frühjahrputz oder Herbstregen.

Was du statt Zeitung sonst noch kennen solltest
Wenn du keine Zeitung magst, funktionieren Mikrofasertücher auch sehr gut — gerade im dm oder bei Rossmann kriegst du sie ab ~3–8 €.
- Zeitung = günstig, schnell, nachhaltig.
- Mikrofasertuch = wiederverwendbar, hygienisch, aber Pflege nötig (kein Weichspüler!).
Übrigens: Ich habe einmal in einer Berliner Altbauwohnung getestet — nach 20 Sekunden Politur mit Zeitung war das Ergebnis besser als mit einem Premiumspray, das zuvor benutzt wurde. Das hat mich echt überrascht.
Und jetzt das Beste — ein Extra-Trick
Wenn du hartnäckige Ränder (z. B. von Insektenspray oder Baustaub) hast: Erst mit lauwarmer Seifenlauge behandeln, kurz einwirken lassen, dann mit Zeitung nachpolieren. Bei mir spart das oft einen zweiten Durchgang.
Kurz gesagt: Zeitung ist kein Nostalgie-Gag, sondern ein praktisches, preiswertes Werkzeug im Reinigungsalltag.
Zum Schluss: Was ist dein Trick — Zeitung, Mikrofasertuch oder das teure Profi-Spray? Schreib’s in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.









