Du siehst beim Reinigen einen frischen Kratzer im Parkett und denkst: gleich der Handwerker, teuer, Stress. Gut — bevor du jemanden rufst: Ich habe das mit einer simplen Haushaltszahnpasta getestet und war überrascht, wie schnell kleine Kratzer verschwinden.
Warum du das jetzt lesen solltest: Wenn es nur ein oberflächlicher Kratzer ist, sparst du Zeit und Geld — und du kannst das sofort an einem Wochenende in deiner Wohnung in Berlin, München oder irgendwo in der Provinz probieren.
Warum Zahnpasta manchmal hilft (ja, wirklich)
Zahnpasta enthält ganz leichte Schleifpartikel. Bei winzigen Schrammen polieren diese die Oberfläche so, dass Licht anders fällt — der Kratzer wird kaum noch sichtbar. In meiner Praxis als schneller Haushalts-Tester erinnerte mich das an einen Radiergummi: nicht wegschneiden, sondern optisch neutralisieren.
Was genau passiert?
- Die Mikro-Abrasive glätten minimale Rauheiten.
- Feuchtigkeit der Zahnpasta schließt sehr feine Poren kurzzeitig.
- Entfernt leichte Verschmutzungen in der Kerbe, die Kratzer betonen.

Aber Vorsicht: Nicht jeder Kratzer lässt sich so retten
Viele übersehen den Unterschied zwischen Oberflächenkratzer und tiefer Rille. Ich habe das auf lackiertem Eiche-Parkett getestet — da klappt es oft. Bei geöltem Parkett, Massivholz oder tiefen Kerben hilft Zahnpasta kaum.
- Funktioniert gut bei: oberflächlichen, weißen Kratzern und leichten Schrammen.
- Funktioniert schlecht bei: tiefen Rillen, fehlendem Lack oder offenporigem Holz.
- Gefährlich bei: bunten oder gelartigen Zahnpasten — sie können Ränder hinterlassen.
So mache ich es in 30 Sekunden (Mein Schnelltest)
Alles, was du brauchst, findest du bei dm, Rossmann oder sogar im Discounter (Aldi/Lidl). Wenn du später eine dauerhaftere Lösung willst: Baumarkt (OBI, Hornbach, Bauhaus) für Reparaturstifte.
Materialien:
- Weiße, nicht-gel Zahnpasta (keine Whitening-Streifen, keine Farbstoffe)
- Weiches Tuch oder Wattepad
- Feuchtes Tuch zum Abwischen
- Trockenes Tuch zum Polieren
Schritt-für-Schritt (wirklich ~30 Sekunden):
- 1) Test: Probiere einen Klecks Zahnpasta an einer unauffälligen Stelle (z. B. unter dem Schrank).
- 2) Auftragen: Eine erbsengroße Menge auf den Kratzer geben.
- 3) Reiben: Mit dem Finger oder weichen Tuch entlang der Holzmaserung für ~15–20 Sekunden sanft einreiben.
- 4) Abwischen: Mit feuchtem Tuch Rückstände entfernen.
- 5) Polieren: Mit trockenem Tuch kurz nachpolieren — fertig.
Wichtig: Reibe nicht schrubbend gegen die Maserung und nutze nur wenig Druck. Bei Erfolg wirkt der Kratzer deutlich weniger sichtbar — oft in weniger als einer Minute.

Spezialfälle und Extras
- Für dunkles Parkett: Walnuss-Schale leicht über den Kratzer reiben (Hausmittel), oder einen passenden Holzstift aus dem Baumarkt nutzen.
- Wenn nach dem Entfernen der Kratzer noch stumpf: ein Tropfen Parkettöl auftragen (wenn geölt) oder Möbelpolitur für Lackböden.
- Bei großen Flächen oder mehreren tiefen Kratzern: lieber Profi oder Reparaturset aus dem Baumarkt.
Sicherheits-Tipps — weil ich einen Fehler gemacht habe
- Immer erst an verdeckter Stelle testen — das habe ich einmal ignoriert und zwei Tage poliert.
- Keine Scheuermittel, keine Stahlwolle — das macht mehr Schaden als Nutzen.
- Wenn dein Parkett eine Garantie hat: Herstellerhinweise beachten, sonst Garantieverlust möglich.
By the way: In trockenen deutschen Wintern ziehen sich Holzböden zusammen — so fallen Kratzer schneller auf. Ein schneller Hausmittel-Check vor dem Besuch von OBI kann dir also wirklich Geld sparen.
Fazit
Zahnpasta ist kein Wundermittel für kaputtes Parkett, aber ein toller Soforttrick gegen oberflächliche Schrammen — schnell, günstig und oft effektiv. Wenn du unsicher bist, teste zuerst und setze bei tieferen Schäden auf Profi-Hilfe.
Welche Methode hast du zuletzt gegen Kratzer probiert — Zahnpasta, Nuss oder Reparaturstift? Erzähl kurz, damit andere Leser daraus lernen.









