Steigende Nebenkosten machen dich nervös — und das Recht auf warme Räume ist kein Luxus. Ich habe bemerkt, dass eine einfache Maßnahme viele übersehen: etwas zwischen Heizkörper und Wand schieben kann wirklich Energie sparen. Lesen Sie das jetzt, bevor die nächste Heizperiode kommt — Sie können sofort etwas tun, das sich in EUR auf der nächsten Abrechnung bemerkbar macht.
Warum das überhaupt wirkt
Viele denken: Heizkörper erwärmen Luft, fertig. Doch ein großer Teil der Wärme geht als Strahlung in die kalte Wand verloren. Zeitungspapier allein ist nicht zauberhaft, aber in Kombination mit einer reflektierenden Schicht reduziert es diesen Verlust.
Die einfache Physik
- Heizkörper geben Wärme durch Strahlung und Konvektion ab.
- Wand absorbiert Strahlung und kühlt — das ist Energie, die du nicht im Raum nutzt.
- Eine reflektierende Fläche hinter dem Heizkörper wirft einen Teil der Strahlung zurück in den Raum.
In meiner Praxis mit kleinen Tests und Beobachtungen in Altbau- und Neubauwohnungen in Deutschland sah ich: Reflektorfolie bringt sichtbare Effekte. Zeitungspapier kann als Abstandshalter und zusätzlicher Dämmstoff dienen — besonders wenn kein teurer Wanddämmung möglich ist.

Wie viel spart das wirklich?
Kurze, ehrliche Antwort: Zeitungspapier allein bringt selten 25%. Aber im Verbund mit weiteren Maßnahmen (Dichtungen, Thermostat optimieren, reflektierende Folie) sind Einsparungen von bis zu 25% auf den Heizbedarf möglich — je nach Gebäude, Isolierung und Verhalten.
- Allein Reflektorfolie: realistisch 5–15% Einsparung bei schlecht gedämmten Außenwänden.
- Mit Zugluftstoppern, Thermostat optimiert und Radiator-Entlüftung: kumulativ deutlich mehr.
- Bei Altbau mit dünnen Außenwänden können Kombinationen näher an 20–25% kommen.
Das echte DIY: Schritt-für-Schritt
Ich zeige dir eine schnelle, kostengünstige Variante, die ich selbst getestet habe — für Mieter und Hausbesitzer in Deutschland.
- Materialien: alte Zeitungen, Aluminium- oder Reflektorfolie (z.B. aus Baumarkt wie Bauhaus, Hornbach, OBI), Karton, Klebeband, Schere, Maßband. Kosten: ab ~4–10 € für Folie.
- Schritt 1 — Messen: Breite und Höhe des Heizkörpers ausmessen.
- Schritt 2 — Grundlage: Karton auf Maß zuschneiden und mit mehreren Schichten Zeitungspapier bekleben (mehr Abstand = bessere Dämmung).
- Schritt 3 — Reflektierende Schicht: Aluminium- oder Reflektorfolie glatt auf Karton fixieren (glänzende Seite zum Heizkörper).
- Schritt 4 — Anbringen: Karton hinter den Heizkörper schieben, so dass die Folie zwischen Heizkörper und Wand steht. Zwischen Heizkörperrücken und Folie 1–2 cm Abstand lassen (fördert Konvektion).
- Schritt 5 — Test: Nach 24–48 Stunden Temperaturgefühl prüfen; besser noch: IR-Thermometer an Wand und Raum messen oder die nächste Heizkostenabrechnung beobachten.
Warum Zeitungspapier?
- Es schafft Abstand und dämmt zusätzlich gegen Auskühlung der Wand.
- Es ist kostenlos und nachhaltig — ideal, wenn du erstmal testen willst.
- Für langfristig bessere Wirkung: Reflektorfolie aus dem Baumarkt ergänzt das Papier.
Worauf du achten musst (Sicherheit & Nebenwirkungen)
- Feuchtigkeit: Wenn die Wand sehr kalt oder feucht ist, kann das Material Schimmel fördern. Lüfte regelmäßig — besonders in deutschen Altbauwohnungen ohne Lüftungsanlagen.
- Brandschutz: Heizkörper sind keine offene Flamme, aber halte Abstand zu elektrischen Heizungen. Verwende keine brennbaren Stoffe direkt auf Heizquellen.
- Konvektion nicht blockieren: Lass oben und unten genügend Raum, damit warme Luft zirkulieren kann.
Praktische Tricks, die oft übersehen werden
- Entlüfte die Heizkörper — viele in Deutschland zahlen zu viel, weil Luft die Wärmeübertragung bremst.
- Thermostatventile richtig einstellen: nachts absenken, tagsüber nach Bedarf. Ein Grad weniger spart ~6% Energie.
- Dichtungen an Fenstern und Türen prüfen — oft spart das mehr als einzelner DIY-Tricks.
- Reflektorfolie vom Baumarkt kostet meist weniger als 10 € und wirkt deutlich besser als Zeitung allein.
Ein Bild zur Vorstellung: Das Ganze funktioniert wie ein Thermobecher für einen Raum — es hält die Wärme da, wo sie gebraucht wird, statt sie in die Wand zu verschenken.

Kurze Checkliste vor dem Start
- Wände trocken? — Ja: loslegen. Nein: zuerst Feuchtigkeitsursache prüfen.
- Reflektorfolie besorgen (Bauhaus, Hornbach, OBI, Toom).
- Heizkörper entlüften und Thermostat prüfen.
- Installation: Abstand lassen, nichts abdichten, nur ergänzen.
By the way: Ich habe Nachbarn gesehen, die Plastikfolie direkt an die Wand geklebt haben — das geht, aber die reflektierende Folie sitzt besser auf einem Pappträger (Stabilität und Brandschutz).
Fazit
Ja, Zeitungspapier hinter der Heizung kann helfen — aber es ist nur ein Baustein. Kombiniert mit Reflektorfolie, Dichtringen, Heizkörperwartung und bewusstem Heizverhalten kommst du in vielen Fällen spürbar näher an Einsparungen, die sich in EUR auf der Abrechnung zeigen. In meiner Praxis sind es die Kombinationen, die wirklich zählen.
Hast du das schon ausprobiert oder lieber eine andere Spartaktik? Welche DIY-Tricks funktionieren bei dir in der kalten Jahreszeit am besten?









