Du starrst auf einen frischen Kratzer im Parkett und denkst: „Das ruiniert das Wohnzimmer.“ Ich habe das gleiche gedacht — und es getestet. In 2 Minuten zeigte sich: Bei vielen, aber nicht allen Kratzern hilft ein einfacher Zahnpasta-Trick.
Warum du das jetzt lesen solltest: Es ist billig, schnell und viele übersehen die Falle, die den Schaden schlimmer macht.
Warum das oft klappt — und warum nicht
Nur bei oberflächlichen Kratzern bringt Zahnpasta etwas: Sie poliert winzige Holzmeißelchen und füllt leichte Riefen optisch auf.

In meiner Praxis mit Mietwohnungen und gebrauchten Möbeln habe ich bemerkt, dass das Ergebnis stark vom Parkett-Finish abhängt.
Was Zahnpasta wirklich macht
- Zahnpasta enthält feine Schleifpartikel — das poliert kleine Unebenheiten.
- Sie legt sich als milchiger Film in den Kratzer und reduziert den Kontrast.
- Bei lackiertem Parkett kann das Finish aber matt werden, wenn du zu viel reibst.
Wann du die Finger davon lassen solltest
- Tiefe Kratzer oder eingerissene Parkettfugen — das ist kein DIY-Fall.
- Geöltes Parkett: Zahnpasta kann das Öl aus der Oberfläche reiben.
- Whitening- oder grobkörnige Pasten: Sie können die Oberfläche weiter beschädigen.
Was du brauchst (alles aus dem Drogeriemarkt oder Baumarkt, z. B. dm, Rossmann, Obi)
- Weiße, nicht-gelige Zahnpasta (keine Whitening-Paste)
- Weiches Tuch oder Baumwolltupfer
- Wasser und ein mikrofasertuch zum Nachwischen
- Optional: Möbelpolitur oder Parkettpflege aus dem Baumarkt (Bauhaus, Toom)
Die 2‑Minuten‑Reparatur — Schritt für Schritt
Ich habe es in echten Wohnungen ausprobiert. So geht’s sicher:
- Schritt 1: Reinige die Stelle von Staub und Schmutz mit einem trockenen Tuch.
- Schritt 2: Trage eine kleine Menge weiße Zahnpasta auf den Kratzer auf — nicht tropfenweise, nur ein Erbsengröße.
- Schritt 3: Reibe mit kreisenden Bewegungen und leichtem Druck maximal 30–60 Sekunden. Weniger ist besser.
- Schritt 4: Feuchtes Tuch nehmen und die Paste vollständig entfernen.
- Schritt 5: Trocknen lassen und bei Bedarf mit Möbelpolitur oder einem Tropfen Olivenöl sanft nachpolieren.
Ein paar Profi-Tricks, die niemand sagt
- Teste die Paste zuerst an einer unauffälligen Stelle — in Treppenhäusern oder hinter Möbeln.
- Bei dunklem Parkett: Ein Tropfen Walnusskern (aufpoliert) kaschiert oft besser als Zahnpasta.
- Für mehrere kleine Kratzer: Erst mit Zahnpasta, dann mit farblich passendem Holzstift aus dem Baumarkt nachfahren.

Alternativen, die in Deutschland leicht zu kriegen sind
- Holzpflege-Stift (Farbton aus Obi/Bauhaus) — gut für tiefere Kratzer
- Wachs-Pastillen oder Möbelpolitur — ideal, wenn der Glanz wiederhergestellt werden muss
- Walnuss‑Trick: Die Öle dunkeln auf und füllen kleine Riefen optisch
By the way: Bei echten Restaurationsfällen (antikes Parkett, teurer Dielenboden) lieber eine professionelle Parkettschleiferei in Deutschland anfragen — das spart oft Nerven und Euro.
Fazit
Zahnpasta ist kein Wundermittel, aber ein schneller, günstiger Erste-Hilfe-Trick für oberflächliche Kratzer. Ich habe gesehen, wie ein Lichtblick im Wohnzimmer wiederhergestellt wurde — und wie ein falscher Zahnpasta-Typ eine matte Stelle verursachte.
Hast du es schon ausprobiert — oder einen besseren Haushalts-Trick? Schreib unten, welche Methode bei dir funktionierte.









