Verstopfter Abfluss nach dem Braten? Das kann schnell richtig teuer werden. Mir ist aufgefallen, dass viele genau die Fette in den Ausguss kippen, die Rohre dauerhaft ruinieren.
Deshalb liest Du das besser jetzt: Ein verstopfter Abfluss heißt oft Handwerker, Ersatzteile und ein saurer Blick auf die Rechnung — in Deutschland leicht 200–500 €.
Warum Fett im Abfluss so gefährlich ist
Fett verhält sich in Rohren wie Kleber: heiß flüssig, kalt hart. Es verklumpt im Siphon und bildet Schichten, die Haare und Essensreste fangen.
In meiner Praxis als Autor, der Handwerker zu Hause begleitet hat, sah ich das mehrfach: kleine Fehler, große Rechnungen.
So entsteht das Problem — kurz und klar
- Warm: Fett läuft mit Wasser ab.
- Kühl: Fett härtet an Rohrwänden.
- Monate: Schicht auf Schicht, bis das Rohr quasi verstopft ist wie ein Filter.

Diese Fette gehören niemals in den Abfluss
Viele übersehen einfache Dinge. Hier die Liste, die jeder Haushalt in Deutschland kennen sollte:
- Bratfett und Bratensoße (vom Schweinebraten, Schnitzel, Bratwurst)
- Speiseöl (Sonnenblumen-, Raps-, Olivenöl)
- Butter und Margarine
- Mayonnaise, Dressings, fettreiche Saucen
- Frittierfett vom Pommesfrittieren
- Fettige Reste aus dem Backblech (z. B. Pizzaöle)
- Nuss- und Erdnussbutter in großen Mengen
Was Du stattdessen tun solltest
Ein simpler Trick spart Dir hundert Euro oder mehr: Fett im Glas sammeln statt in den Abfluss kippen.
- Nach dem Kochen Fett in ein altes Einmachglas gießen, abkühlen lassen, Deckel drauf und in den Restmüll.
- Pfanne mit Küchenpapier auswischen, dann spülen. Papier in Restmüll – nicht in die Biotonne.
- Große Mengen: Zum Wertstoffhof oder zur kommunalen Öl-Annähmestelle bringen (bei vielen Städten möglich).
Warum die Biotonne keine Lösung ist
Viele denken, Bio heißt alles reinwerfen. Das stimmt nicht: Fette stören die Kompostierung und gehören in den Restmüll oder zur Sammelstelle.
Sofort-Tipps, wenn Du gerade Fett in den Abfluss gekippt hast
Keine Panik. Das kannst Du sofort tun:
- Stopp! Kein weiteres Wasser laufen lassen.
- So viel wie möglich mit Küchenpapier oder alten Tüchern aufnehmen und in einen verschlossenen Behälter werfen.
- Ist das Fett bereits in den Siphon gelaufen: Siphon aufschrauben und sauber machen (ein einfacher, oft lösbarer Heimwerker-Job).
- Bei großer Verstopfung: Profi rufen – frühes Handeln spart meist Teile und Arbeitszeit.
DIY vs. Klempner: Wann Du besser den Profi rufen solltest
Ich habe gesehen, dass falsche DIY-Schritte das Problem verschlimmern — verstopfte Rohre weiter nach unten drücken, Risse riskieren.

- Selber machen: Siphon reinigen, Pömpel, kleine Rohrspirale.
- Pro rufen: Wenn Geruchsbelästigung bleibt, Wasser staut oder mehrere Abflüsse betroffen sind.
- Kostenfaktor: Anfahrt + Arbeitszeit und Material summieren sich in Deutschland schnell auf 150–500 €.
Ein praktischer Life-Hack, der wirklich funktioniert
Folge dieser einfachen Methode — ich wende sie zu Hause seit Jahren an:
- Fett nach dem Kochen in ein leeres Marmeladenglas gießen.
- Deckel drauf, Glas in die Küche stellen bis es hart ist.
- Ins Restmüll-Glasfach oder zum Wertstoffhof bringen.
Das Glas ist wiederverwendbar, billig und vermeidet die Sauerei im Rohr. In deutschen Küchen gibt’s genug leere Einmachgläser von REWE oder Edeka — perfekt.
Was Klempner oft als Fehler sehen
- Heißes Wasser allein: Das spült Fett weiter, lässt es tiefer erstarren.
- Chemische Rohrfrei-Produkte: Können Rohre und Dichtungen angreifen.
- Langfristiges Ignorieren: Kleine Ablagerungen wachsen über Monate zu teuren Problemen.
Fett im Abfluss ist kein Zufall — es ist ein Verhalten. Ändere es, bevor der nächste Monteur vor der Tür steht.
Und jetzt Du: Hast Du schon mal eine fette Verstopfung erlebt? Wie hast Du sie gelöst — mit Hausmittel oder Klempner? Schreib es unten.









